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Elektroinstallationen: Wie viele Steckdosen gehören in eine Küche?

Steckdosen kann man nie genug haben – oft gehört und immer noch wahr. Abgesehen davon, dass man im Zweifelsfall vielleicht lieber eine Steckdose mehr einplant, ist dieser gut gemeinte Ratschlag aber nicht sonderlich hilfreich. Sind es nun 10, 20 oder gar 30 Steckdosen, die in der Küche benötigt werden? Wie viele Steckdosen du bei der Planung einer neuen Küche mindestens einplanen solltest und welche Elektrogeräte du besser nicht zusammenschließt, erfährst du im Artikel.

Verschiedene Stromkreise einplanen

Ein Mehrfachstecker scheint oft eine schnelle Lösung für einen Steckdosen-Engpass zu sein. Das Problem dabei ist nur, dass viele Küchengeräte nicht über denselben Stromkreis betrieben werden sollten. Durch die erhöhte Anschlussleistung kann es nämlich schnell zur Überlastung kommen, wenn beide Geräte viel Strom brauchen. Jedes Mal die Sicherungen wieder reinzudrehen, wenn zwei Geräte gleichzeitig benutzt werden, ist keine Option. Der Sprint zum Sicherungskasten ist zwar vielleicht gut für die Figur, auf Dauer aber doch eher lästig. Außerdem bringt eine Dauerüberlastung der Leitungen auch eine erhöhte Brandgefahr mit sich.

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Grundsätzlich gilt: Elektrogeräte, die über 2000 Watt benötigen, brauchen einen eigenen Stromkreis. Das trifft normalerweise auf den Backofen, Geschirrspüler und viele Mikrowellengeräte zu. Geräte wie der Herd oder Einbaudampfgarer brauchen einen Festanschluss mit eigenem Stromkreis und werden nicht über eine normale Steckdose angeschlossen.

Die optimale Anzahl an Steckdosen

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Laut der Initiative ELEKTRO+ (basierend auf Richtline RAL-RG 678 des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung) sollten in einer Küche 17 Steckdosen das Minimum sein. Für eine „Komfortausstattung“ in der Küche sind sogar 28 Steckdosen einzuplanen. Das klingt zuerst nach sehr viel und Besitzer einer kleinen Küche werden sich vielleicht auch fragen: Wo sollen denn die ganzen Steckdosen hin? Du musst aber bedenken, dass viele dieser Steckdosen gar nicht sichtbar sind, da sie hinter Schränken verschwinden und Geräte wie den Geschirrspüler oder Backofen mit Strom versorgen.

Die Zahlen werden auch etwas nachvollziehbarer, wenn die einzelnen Anschlüsse genauer aufgeschlüsselt werden. Die RAL-RG 678 inkludiert laut ELEKTRO+ in der Empfehlung:

  • 6 – 8 Anschlüsse für Elektrogeräte mit eigenem Anschluss: Das sind z.B. Mikrowelle, Backofen, aber auch Waschmaschine und Trockner, die nicht bei jedem in der Küche stehen.
  • 8 – 15 Steckdosen und Anschlüsse für allgemeine Elektrogeräte: Hier fallen Kühlschrank, Dunstabzug etc. hinein und Anschlüsse für kleinere Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine, Eierkocher etc.
  • 3 – 5 Steckdosen für Kommunikationsgeräte: Das sind Steckdosen für Radio, Telefon oder Fernseher. Wenn Dauerbeschallung beim Kochen kein Muss ist, kann in dem Bereich etwas eingespart werden.

Individuelle Gewohnheiten bei der Planung berücksichtigen

Wie viele Steckdosen du tatsächlich brauchst, hängt letztendlich von deinen Gewohnheiten ab. Was beim Planen von Elektroinstallationen oft unterschätzt wird, ist die Anzahl der Steckdosen im Bereich der Arbeitsplatte. Ein guter Tipp ist, sich zu überlegen, welche Arbeitsschritte in welcher Küchenzone passieren. Wenn du dafür Elektrogeräte brauchst, kommt in diesen Bereich am besten gleich eine Mehrfachsteckdose.

Spiel außerdem in Gedanken durch, welche Elektrogeräte du besitzt und wie oft du sie benutzt. Gibt es beispielsweise Geräte, die permanent auf der Arbeitsplatte stehen und eine eigene Steckdose brauchen? Wie wir schon zu Beginn des Artikels geklärt haben gilt im Zweifelsfall immer noch: lieber ein oder zwei Steckdosen mehr einplanen. Im Nachhinein noch Leitungen zu verlegen kommt nämlich teuer. Und irgendwann will man in der neuen Küche auch keine Handwerker mehr sehen, sondern in Ruhe mit dem optimal eingesteckten Mixer seine Suppe pürieren.

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Fotocredit Titelbild: Hase & Kramer Dornbirn

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