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Interview mit Toni und Bene vom Foodblog Because you are hungry

Toni und Bene vom Foodblog Because you are hungry sind seit über einem Jahrzehnt ein unzertrennliches Team – beruflich wie auch privat. Im Interview mit Küchenfinder plaudern sie über ihre Liebe zur Kulinarik, Regionalität und ihre Food- und Gastroagentur, in der sie ihren Beruf mit ihrer Leidenschaft verbinden. 

 

Servus Toni und Bene, erzählt uns doch kurz, wer ihr seid und was ihr macht:
Uns beide, Toni und Bene, gibt es nur im Doppelpack, und das schon seit über 11 Jahren. Nachdem wir während unseres Studiums 5 Jahre in der Gastronomie gearbeitet haben, verschlug es uns ins schöne Wien. Jede freie Minute beschäftigen wir uns seither mit Kulinarik, gehen essen, auf Märkte und auf kulinarische Reisen und kochen leidenschaftlich gern gemeinsam. Nicht nur die Erfahrung der eigenen Gastro-Zeit und das dort erarbeitete Know How, sondern auch der Drang danach, sich immer über Neues zu informieren und vieles einfach auszuprobieren, gepaart mit einer guten Portion Hands-On-Mentalität, das alles bildet die Grundlage unseres Foodblogs Because you are hungry und unserer Food- und Gastroagentur Kitchen Konsulting.

 

Was steckt hinter dem Namen “Because you are hungry”?
Der Name entstand schon vor einigen Jahren als wir uns überlegten, warum die Leute im Internet nach Rezepten suchen. Die Antwort war so simpel wie naheliegend: Weil sie hungrig sind. Und da „Weil du hungrig bist“ sich nicht so nett liest, haben wir das ganze einfach in’s Englische übersetzt.

 

Liebe geht bekanntlich durch den Magen – wie wurde eure gemeinsame Leidenschaft zum Kochen geweckt?
Bei uns allen prägen Hektik und Stress den Alltag, man nimmt sich heutzutage kaum noch Zeit in der Küche, keine Zeit für das „Essen zubereiten“ an sich, geht nicht mehr auf den Markt sondern nach der Arbeit „noch schnell“ in den nächsten Supermarkt und hat dann eh schon keine Lust mehr, neue Dinge auszuprobieren. Einfach soll es sein, und praktisch, und meistens auch noch günstig… Wir kochen nun seit über 12 Jahren täglich gemeinsam und gerade die gemeinsame Zeit in der Küche ist uns im Alltag sehr wichtig. Hier werden neue Ideen besprochen und einander erzählt, was tagsüber passiert ist, ohne dass man durch irgendetwas abgelenkt ist.

 

Gebackene Kürbisgnocchi; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Gebackene Kürbisgnocchi; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

 

Ihr seid unter die Buchschreiber gegangen und habt das Frühstücks-Kochbuch Morgenstund zusammen mit Die Frühstückerinnen veröffentlicht. Ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages? Wie kommt man auf die Idee, ein Frühstücks-Kochbuch zu schreiben?
Wir finden, jeder Tag sollte mit einem guten Frühstück beginnen. Dabei kann es das schnelle Frühstück vor der Arbeit, aber auch der ausgedehnte Brunch am Wochenende sein. Wir möchten mit dem Buch aufzeigen, dass es abseits der Frühstücksklassiker mehr zu entdecken gibt und dass man nicht immer nur im Café coolen Frühstücksideen serviert bekommt, sondern das auch zu Hause nachkochen kann. Nicht nur die inhaltliche, auch die grafische Gestaltung des Buches lag übrigens komplett in unserer Hand, sodass Rezepte, Fotos, Texte und Layout perfekt aufeinander abgestimmt sind.

 

 

Schokowaffeln mit Bananeneis und Salzkaramell; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Schokowaffeln mit Bananeneis; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Auf euren Fotos sehen die Gerichte immer perfekt aus. Aber mal ehrlich, es gibt bestimmt auch bei euch die eine oder andere Küchenpanne? Verratet ihr uns eine?
Haha. Also Pannen an sich gibt es eigentlich keine. Wenn doch mal etwas schief geht, muss man einfach etwas improvisieren. Und worauf wir sehr viel Wert liegen ist, dass die Gerichte ohne viel Chi Chi angerichtet und fotografiert werden. Tatsächlich ist es ja so, dass wir nicht nur für den Blog kochen, sondern einfach unser Frühstück, Mittag- oder Abendessen kochen und es halt dann auch fotografieren.

 

 

Mit welchen Argumenten lässt sich ein Kochmuffel überzeugen, auch mal selber den Kochlöffel zu schwingen?
Ganz einfach: Wer selbst kocht, weiß auch genau, was er zu sich nimmt. Die Ernährung ist wichtig für unseren Körper und natürlich für unsere Gesundheit. Noch dazu hat man während des Kochens Zeit zu zweit und es ist meist günstiger, als auswärts zu essen oder sich gar von Convenience Food zu ernähren.

 

Nennt uns doch drei Wohnaccessoires, mit denen man seine alte Küche dekorativ aufhübschen kann?
„Man“ oder „Wir“? 🙂 Wir sind sehr große Schweden-Fans und haben auf den Sesseln an unserem kleinen, runden Holzesstisch Rentierfelle liegen, die eine warme, einladende Atmosphäre geben. Eine Wand haben wir mit Tafellack gestrichen, um die wichtigsten kulinarischen Notizen festzuhalten und überall hängen schön gemusterte schwedische Geschirrtücher an den Türen.

 

Wo kauft ihr am liebsten eure Lebensmittel ein? Worauf sollte man beim Kaufen von Lebensmittel achten?
Am liebsten kaufen wir bei kleinen, regionalen Produzenten oder auf dem Bauernmarkt. Sehr wichtig ist uns dabei die Regionalität, wenn möglich achten wir auf Bio- oder Demeter-Qualität. Vor allem bei Fleisch, Fisch und bei den Eiern ist uns das sehr wichtig. Aber auch das Brot kommt, wenn es nicht selbst gebacken ist, ausschließlich von unserem Lieblingsbäcker Georg Öfferl (Brotfinessen).

 

Antonia Kögl im Kamptal; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Antonia Kögl im Kamptal; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

 

Auf Because you are hungry gibt es die Kategorie Food & Travel. Warum ist es euch wichtig, immer wieder Neues zu entdecken und Regionalität hautnah zu erleben?
Die Kategorie gibt es, da wir beide leidenschaftlich Reisen und uns dabei eigentlich ausschließlich mit Kulinarik beschäftigen. Wir möchten den Produkten, mit denen wir kochen, ein Gesicht geben und die Menschen zeigen, die mit Liebe und Leidenschaft dahinter stehen. Noch dazu gibt es, allein schon in Europa, einfach so unglaublich viele spannende kulinarische Dinge zu entdecken. Wir sind immer neugierig!

 

Gibt es Gerichte an die ihr euch noch nicht herangetraut habt?
Trauen gibt es bei uns nicht, es geht eher um die örtlichen Gegebenheiten. So würden wir extrem gerne auch mal unsere selbst gemachte Wurst selchen oder 24h gesmokte Rippchen machen – aber das ist mitten in Wien leider (ohne drohendem Feuerwehreinsatz) nicht machbar 😉

 

Coffee Pirates; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Coffee Pirates; Fotocredit: Benedikt Steinle, www.kitchenkonsulting.at

Mit “Kitchen Konsulting” betreibt ihr eure eigene Food- und Gastroagentur”. Wer nimmt eure Dienste in Anspruch?
Mit unserer Food- & Gastro-Consulting Agentur haben wir unsere Berufe (Toni ist Architektin, Bene ist Grafik-Designer) und unsere Leidenschaft, die Kulinarik, vereint. Dieses berufliche Know How, über Jahre gesammelte Erfahrung und ein tolles Netzwerk, gepaart mit persönlicher Betreuung, macht unsere Agentur aus. Unsere Schwerpunkte sind einerseits die Beratung und Unterstützung von Gastronomen (Branding, Interior Design, Speise- und Lokal-Konzept), andererseits Kreativleistungen wie gezielte Rezeptentwicklung, sowohl für Gastronomen als auch Firmen und Produzenten sowie Food- und Interiorfotografie, (Recherche-)Reisen für Regionen und (Tourismus-) Verbände und grafische Leistungen wie Verpackungsdesign und Branding.

 

In was für einer Küche kocht ihr zuhause?
Das bleibt unser Geheimnis 😉 Soviel sei aber gesagt: Es ist eine „ganz normale“ Heimküche mit (Induktions-)Herd, Backofen und Kühlschrank. Einige exotischere Kochgeräte, welche nicht mehr in die Küche passen, haben wir aber noch nebenan in unserem Fotostudio verstaut.

 

Kocht ihr mit Gas, Elektro oder Induktion?
Wir kochen seit einem Jahr mit Induktion und würden nie wieder wechseln. Natürlich wäre eine zusätzliche (portable oder eingebaute) Gasplatte für WOK-gerichte ein Traum, aber wir lieben unser Induktionsfeld mit Topferkennung. Nie wieder angebrannte Krusten wegkratzen 🙂

 

Wer kocht öfters bei euch zu Hause: Toni oder Bene?
Wir kochen meistens gemeinsam. Und je nachdem, wer gerade eine tolle Idee im Kopf hat, ist mal Toni, mal Bene Chefkoch. Das Gemeinsame ist uns das Wichtige, wobei Toni meistens die ist, die mit den Ideen kommt. Aber das kommt natürlich auch daher, dass sie sich jeden Tag auch beruflich mit kreativer Rezeptentwicklung beschäftigt.

 

Auf welchen Küchenhelfer könnt ihr auf keinen Fall mehr verzichten? Und warum?
Nebst dem allerwichtigsten – ein gutes Messer – nutzen wir am häufigsten unseren Chopper, sei es für Pestos, Sugos, Marmeladen oder Kräutermischungen. Die Zeitersparnis ist einfach enorm!

 

Zum Abschluss: Ohne unseren Foodblog und unsere Food- und Gastroagentur wären wir…
… ohne Lebensmittelpunkt.

 

Vielen lieben Dank für das Interview!

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