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Kräuter und Zimmerpflanzen in der Küche wachsen lassen

Pflanzen passen in jede Küche – egal ob du eine moderne Hochglanz- oder eine rustikale Landhausküche dein Eigen nennst: Ein bisschen Grün verleiht Wohlfühlcharakter und ist auch noch gut für den Sauerstoffhaushalt. Welche Pflanzen in jede Küche gehören und wie du sie möglichst lange am Leben hältst, erfährst du im Artikel.

Wo kommen die Pflanzen in der Küche hin?

Fotocredit: unsplash.com/@ugmonk

Kein Platz? Pflanzen einfach aufhängen! Fotocredit: unsplash.com/@ugmonk

Pflanzen brauchen Licht, damit sie überleben können – wir erinnern uns an den Biologieunterricht: Da war mal was mit Fotosynthese… Ideale Standorte sind deshalb zum Beispiel Fensterbänke oder offene Regale. Wo die Pflanzen und Kräuter platziert werden, ist natürlich aber immer eine Frage des Platzes – wer kein Fensterbrett hat, wird sich nicht extra für die neue Topfpflanze eines basteln. Wenn der Platz eher knapp ist, bieten sich Hängeregale an, auf denen kleine Töpfe platziert werden. Wer’s noch minimalistischer mag, kann auch einfach eine Leiste an die Wand montieren und Pflanzen und Kräuter in speziellen Töpfen mit einem Haken daran aufhängen. Generell sollten die Pflanzen so platziert werden, dass sie beim Werkeln und Putzen nicht im Weg sind. Direkt auf der Arbeitsplatte ist also nicht ideal. Hängetöpfe können auch an der Decke befestigt werden und sind speziell bei Platzknappheit immer eine gute Option.

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Wo Pflanzen und Kräuter auf keinen Fall platziert werden sollten, ist neben dem Obstkorb. Viele Früchte wie Äpfel, Birnen und Avocados vertragen sich nicht so gut mit anderen Pflanzen und Früchten. Sie scheiden nämlich Ethylen aus, was den Reifeprozess bei Obst und Pflanzen anregt. Benachbarte Pflanzen, Früchte und Kräuter verderben dadurch schneller. In unmittelbarer Nähe zum Kochfeld oder Backofen ist ebenfalls kein guter Platz für deine grünen Mitbewohner, da dort oft fettiger Dunst entsteht und die Pflanzen nicht so gerne eingenebelt werden.

Zimmerpflanzen

Da Platz in der Küche meist eher Mangelware ist, solltest du auf kleinere Topfpflanzen setzen. Wichtig ist auch, dass sie Wärme und Stoßlüften gut vertragen. In der Küche kann das Klima nämlich durch intensives Kochen schon mal tropische Ausmaße annehmen. Eine Mimose ist also eher fehl am Platz. Wenn du mit Gas kochst, sollten die Pflanzen besonders robust sein – generell bekommt ihnen das Gas nämlich nicht so gut. Eine recht sichere Wahl ist das rötlich oder weiß blühende Edellieschen, dem kann so schnell nichts etwas anhaben. Das Edellieschen mag einen hellen Standort und verträgt morgens und abends auch direkte Sonneneinstrahlung.

 

Sollte deine Küche nach Norden ausgerichtet sein oder einfach allgemein nicht sehr hell, fühlen sich Farne dort sehr wohl. Sie sind auch deshalb ideal, weil sie eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen – perfekt für die Küche, wo beim Kochen auch mit Dunstabzug etwas Dampf entsteht. Farne haben zwar keine Blüten, sehen mit ihren gefiederten Blättern (für den Profi: Wedel) aber besonders in modernen Küchen sehr dekorativ aus. Wer gerne Farbe in die Küche bringen möchte, ist mit Begonien gut beraten. Je nach Art blühen sie rot, orange, weiß oder rosa. Begonien fühlen sich an einem halbschattigen Platz am wohlsten.

 

Es gibt zahlreiche verschiedene Kakteenarten. Fotocredit: unsplash.com/@mili_vigerova

Fotocredit: unsplash.com/@mili_vigerova

Die perfekte Pflanze für notorische Nicht-Gießer und Leute mit absolut keinem grünen Daumen ist ein Kaktus. Da heißt es nämlich was das Gießen betrifft: Weniger ist mehr. Tipp zum Gießen: Ein Holzstäbchen in die Erde stecken – ist es nach dem Herausziehen ganz trocken, ist es wiedermal an der Zeit zu gießen.

 

Wer die stacheligen Gesellen nicht mag, kann auch auf eine andere Kakteenart ausweichen. Wie wär’s zum Beispiel mit einem Korallenkaktus? Er ist zwar ein Kakteengewächs, sieht aber mit seinen dünnen verzweigten Trieben seinen Vettern so gar nicht ähnlich und sticht auch nicht.

 

Kräuter

Mit Kräutern in der Küche kannst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie sehen gut aus und schmecken lecker. Apropos Fliegen: Auch dafür oder wohl eher dagegen sind Kräuter gut – Basilikum und Minze verströmen einen Duft, den Fliegen nicht mögen. Aus all den Kräutern, die es gibt, ein Best-Of zu machen, ist schwierig. Die nachfolgenden drei sind aber die Basics, ohne die eine Küche fast nicht auskommt:

Basilikum

Was wäre die italienische Küche ohne Basilikum? Pesto, Tomatensauce und Co. sind ohne Basilikum unvorstellbar. Das Kraut hat’s was die Pflege betrifft allerdings in sich. Wahrscheinlich hat jeder von uns schon eine oder mehrere Basilikumpflanzen auf dem Gewissen. Ein kleiner Trost: Basilikum ist auch mehr als temporärer Lebensabschnittspartner gedacht. Damit er aber doch möglichst lange hält, ein paar Tipps: Basilikum braucht viel Wasser, sollte aber nicht ertränkt werden. Am liebsten hat er ständig leicht feuchte Erde und ein helles Plätzchen. Beim Ernten keine einzelnen Blättchen abzupfen, sondern komplette Triebe abkneifen oder mithilfe von Messer oder Schere abschneiden. So kann die Pflanze besser neue Triebe bilden. Wer in Sachen Pflege auf Nummer sicher gehen will, kann beim Gießen auch noch Flüssigdünger dazumischen.

Rosmarin

Aus einer Provence-Kräutermischung ist Rosmarin nicht wegzudenken. Das mediterrane Kraut passt hervorragend zu Kartoffeln, Gemüse und Fleisch – wagemutige Köche verwenden ihn auch bei Desserts, z.B. Cremes. Die Pflanze freut sich über einen warmen und sonnigen Platz, Schatten mag Rosmarin nicht. Beim Gießen ist Rosmarin etwas dankbarer als Basilikum: Wenn er zu wenig Wasser bekommt, meldet er das zwar gleich, indem Nadeln abfallen, verzeiht einem vergesslichen Pflanzenbesitzer mangelndes Gießen aber ab und zu. Zu viel Wasser mag Rosmarin nicht: Das Wasser sollte sich nicht im Topf stauen.

Minze

Die Minze ist wohl spätestens seit dem Aufkommen des Hugos ein Muss in jeder Küche. Minze macht sich wunderbar in Cocktails und Getränken, bei Nachspeisen aber auch bei herzhaften Gerichten: Chutneys, Currys, Salate oder Saucen bekommen durch Minze einen orientalischen Touch. Es gibt viele verschiedene Arten: Von der klassischen Pfefferminze über Schokominze bis hin zu Apfelminze. Minze ist prinzipiell sehr pflegeleicht und gedeiht gut im Topf. Sie mag allerdings keine pralle Sonne, ein halbschattiges Plätzchen ist deshalb genau richtig. Minze sollte auch regelmäßig gegossen werden, speziell im Sommer braucht sie etwas mehr Wasser.

 

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Fotocredit Titelbild: unsplash.com/@matrickm

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