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Küchenarbeitsplatten aus Holz: Infos, Preise, Bilder und Erfahrungen (mit Vergleich: Echtholz vs. Nachbildung)

Massivholz-Arbeitsplatte aus amerikanischem Nussbaum dunkel. Foto: © Lechner

Holz gehört zu den beliebtesten Materialien in der Küche. Der Klassiker sind dabei Vollholzküchen im Landhaus-Stil, aber auch ein Holzboden in der Küche ist für viele ein Traum. Aber auch im Bereich der Küchenarbeitsplatten kommt der natürliche Werkstoff immer öfter zum Einsatz. Kein Wunder! Denn Küchenarbeitsplatten aus Holz sind pflegeleicht, atmungsaktiv, nachhaltig und antistatisch. Außerdem bringt eine Arbeitsplatte aus Holz eine angenehme Wärme in die Küche. In diesem Beitrag erfährst du alles, was zu über Holzarbeitsplatten wissen musst.

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Kochinsel mit Holz-Arbeitsplatte aus Eiche in einer DanKüchen (Living Burguesa). Foto: DanKüchen

Kochinsel mit Holz-Arbeitsplatte aus Eiche in einer DanKüchen (Living Burguesa). Foto: DanKüchen

 

Unterschiede zwischen Echtholz, Vollholz, Massivholz und Holzdekor im Vergleich

  1. Vollholz
  2. Massivholz
  3. Echtholz
  4. Holznachbildung/ Holzdekor

1. Vollholz – Die Arbeitsplatte aus einem durchgehenden Stück Holz

Eine Vollholz-Arbeitsplatte wird im Ganzen aus einem Holzstamm gesägt. Diese Arbeitsplatte besteht also aus einem natürlichen, durchgehenden Stück Holz. Für Vollholz-Arbeitsplatten kommt deshalb nur besonders hochwertiges Holz zum Einsatz. Astlöcher, Risse, Unreinheiten oder Einschlüsse fallen hier sofort auf. Auch die Verarbeitung erfordert einiges an Können. Diese hohen Anforderungen spiegeln sich bei Vollholz Arbeitsplatten auch im Preis wider. Eine gute Alternative zu Arbeitsplatten aus Vollholz ist Massivholz.

2. Massivholz – Stück für Stück ein Meisterstück

Auch eine Küchenarbeitsplatte aus Massivholz besteht vollständig aus echtem Holz. Im Gegensatz zu der vorher beschriebenen Variante aus Vollholz ist eine Massivholz Arbeitsplatte jedoch aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Einzelne Holzstücke – teilweise auch mit unterschiedlichen Färbungen oder Maserungen – werden miteinander verleimt, gehobelt und verarbeitet. So können auch Holzstücke mit kleinen Mängeln ideal verarbeitet werden. Die mangelhaften Stellen werden einfach ausgespart. Dadurch sind Massivholz Arbeitsplatten in der Regel auch etwas günstiger wie Vollholz.

3. Echtholz

Während die Qualität bei Arbeitsplatten aus Vollholz und Massivholz in der Regel durchgehend hoch ist, darf man beim Kauf einer Echtholz-Arbeitsplatte etwas genauer hinsehen. Die Oberfläche einer Echtholz Arbeitsplatte besteht aus einer dünnen Schicht aus echtem Holz. Dieses Furnier wird jedoch auf einen günstigen Kern – zum Beispiel Sperrholz – aufgeklebt. Dadurch ist eine Küchenarbeitsplatte aus Echtholz im Vergleich zu Massiv- oder Vollholz qualitativ deutlich unterlegen.

4. Holzdekor bzw. Holznachbildung

Wer hauptsächlich an der Holzoptik interessiert ist und gleichzeitig eine sehr günstige Arbeitsplatte sucht, für den ist Holzdekor die richtige Wahl. Bei Holz-Dekor handelt es sich um eine künstlich hergestellte Holznachbildung. Dabei trifft eine dünne Kunststoffplatte bzw. Holzdekor (Furnier) auf eine Trägerplatte. Diese Arbeitsplatten aus Schichtstoff- und Laminat sind eine günstige Alternative zu den vorher erwähnten Arbeitsplatten aus Holz.

 

Küchenarbeitsplatte aus Holz (Bambus karamell) mit einer weißen Unterbauspüle. Foto: © Lechner

Küchenarbeitsplatte aus Holz (Bambus karamell) mit einer weißen Unterbauspüle. Foto: © Lechner

 

Pro & Contra für eine Holz Arbeitsplatte

Vieles spricht für eine Arbeitsplatte aus Holz – nicht umsonst gehört Holz zu den beliebtesten Materialien in der Küche. Auf was man sich bei der Entscheidung für eine Holzarbeitsfläche freuen kann und was es gleichzeitig zu beachten gibt, erfährst du jetzt.

Vorteile einer Holzarbeitsplatte in der Küche

  • Natürliches, umweltfreundlich und nachhaltiges Material
  • Wärmende Optik und sanfter Klang
  • Große Auswahl an Holzarten: Birke, Eiche, Ulme, Nussholz, etc.
  • Abschleifbar
  • Lange Lebensdauer

Nachteile einer Küchenarbeitsplatte aus echtem Holz

  • Nur bedingt hygienisch
  • Nicht kratz- und schnittfest
  • Hitzeempfindlich – heiße Töpfe brauchen Untersetzer
  • Feuchtigkeitsempfindlich und lange Trocknungszeit
  • Zeitaufwendig bei Reinigung und Pflege (Nachölen, etc.)

 

Preise für Küchenarbeitsplatten aus Holz
Wieviel kostet eine Holz-Arbeitsplatte?

Die Kosten für eine Arbeitsplatte aus echtem Holz hängen vor allem von der Holzart (Birke, Bambus, Eiche, Buche, Ulme, Nuss, etc.) und der Verarbeitung (Vollholz, Massivholz oder Echtholz) ab.

Die günstigste Holzart ist in der Regel Birke. Birken-Arbeitsplatten findet man schon ab 85 €/m². Nach oben gibt es natürlich – wie so oft – fast keine Grenzen. Je nach gewünschter Holzart – von Ahorn, Birke, Buche, Kirsch, Nuss oder dem exotische Zebrano ist alles möglich – können die Preise auch ein vielfaches davon ausmachen.

Wie beim Material gibt es auch bei der Verarbeitung große Preisdifferenzen. Vollholz-Arbeitsplatten sind dabei die teuersten, gefolgt von Küchenarbeitsplatten aus Massivholz. Arbeitsplatten aus Echtholz (Furnier mit günstigem Holzkern) sind hingegen die günstigsten unter den echten Holzarbeitsplatten.

 

Echtes Holz oder Holz-Dekor?
Wie unterscheidet sich eine Dekor-Variante in Sachen Kosten und Qualität?

Eine Laminat-Arbeitsplatte in Holzoptik hat gegenüber echtem Holz ein paar Vorteile:

  • Eine Arbeitsplatte aus Laminat ist wesentlich günstiger als echtes Holz.
  • Es gibt eine große Auswahl an Farben und Designs.
  • Laminat-Arbeitsplatten sind pflegeleichter als Holz-Arbeitsplatten.

Aber Holz-Arbeitsplatten sind nicht ohne Grund so beliebt. Laminat hingegen steht echtem Holz in folgenden Punkten nach. Die größten zwei Nachteile sind für die meisten Küchenkäufer, die vor der Entscheidung „Holz oder Laminat“ stehen:

  • Laminat ist ein künstliches Material. Die natürliche Haptik und Wärme von echtem Holz fehlt.
  • Wesentlich kurzlebiger als echtes Holz.
Laminat-Arbeitsplatte im Holz-Look (Nendos). Foto: © Lechner

Laminat-Arbeitsplatte im Holz-Look (Nendos). Foto: © Lechner

Reinigung & Pflege einer Echtholzarbeitsplatte

Da Holz ein natürliches Material ist, braucht es auch entsprechende Pflege. Nur so hat man lange Freude mit einer Holz Arbeitsplatte. Dazu gehört das regelmässige Nachölen der Oberfläche (zum Beispiel mit Olivenöl). Aber auch etwas Achtsamkeit bei der täglichen Arbeit ist ratsam. Um Verfärbungen der Oberfläche zu verhindern, sollten zum Beispiel Reste und Flüssigkeit von farbintensivem Gemüse sowie Fleischrückstände so schnell wie möglich entfernt werden. 

Tägliche Reinigung von Arbeitsplatten aus Holz

Einfach kurz ‚drüber wischen? Nicht so schnell. Holz ist – was die tägliche Pflege angeht – ein anspruchsvoller Mitbewohner. Denn eine Arbeitplatte aus Holz hat oft sehr feine Unebenheiten, in denen sich gerne Lebensmittelrückstände und Bakterien sammeln. Deshalb sollten Holzarbeitsplatten stets gründlich mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel gereinigt werden. Damit aber nicht genug: sorgfältiges Nachtrocknen ist bei naturbelassenem Holz (geölt und gewachst) ebenfalls an der Tagesordnung. Ansonsten droht die Gefahr, dass das Holz die Feuchtigkeit aufsaugt und aufquillt.

Sollte man eine Küchenarbeitsplatten aus Holz ölen, wachsen, lackieren oder versiegeln?

Es ist ratsam, die Arbeitsplatte rund um die Spüle und den Herd sorgsam zu versiegeln. Die Arbeitsplatte selbst sollte immer behandelt werden, es muss aber nicht immer eine dichte Versiegelung sein.

Eine geölte oder gewachste Oberfläche erhält den natürlichen Charakter der Arbeitsplatte und  punktet durch eine positive Wirkung auf das Raumklima. So kann das Holz weiterhin atmen. Eine so natürlich belassene Arbeitsfläche ist jedoch aufwändiger in der Pflege – siehe oben.

Bei einer Lackversiegelung wird die Holzplatte mit einer schützenden Schicht überzogen. So wird die Arbeitsfläche robuster und pflegeleichter, da eine versiegelte Oberfläche wesentlich glätter ist. Jedoch sind mit einer Lackierung auch Einbußen verbunden: das Holz verliert dadurch die weiche, natürliche Haptik.

 

Bilder & Fotos von Holz Arbeitsplatten
Die schönsten Fotos von Holzarbeitsplatten

Massivholz-Arbeitsplatte aus amerikanischem Nussbaum dunkel. Foto: © Lechner

Massivholz-Arbeitsplatte aus amerikanischem Nussbaum dunkel. Foto: © Lechner

 

Holz-Küchenarbeitsplatte aus Schwarzeiche mit weißer Küchenspüle. Foto: © Lechner

Holz-Küchenarbeitsplatte aus Schwarzeiche mit weißer Küchenspüle. Foto: © Lechner

 

Kücheninsel mit Arbeitsplatte aus Holz und Bauknecht Einbau-Geschirrspüler, Foto: Bauchknecht

Kücheninsel mit Arbeitsplatte aus Holz und Bauknecht Einbau-Geschirrspüler, Foto: Bauchknecht

 

Küchenarbeitsplatte aus Massivholz Ulme. Foto: © Lechner

Küchenarbeitsplatte aus Massivholz Ulme mit Bar-Theke. Foto: © Lechner

 

Küche mit Theke und einer Arbeitsplatte aus Kernesche. Foto: © Lechner

Küche mit einer Bar-Theke/Arbeitsplatte aus Kernesche. Foto: © Lechner

 

Ist eine Arbeitsplatte aus Holz ökologisch und nachhaltig?
Was gibt es beim Kauf von Arbeitsplatten aus Holz zu beachten?

Holz ist grundsätzlich ein natürliches, nachhaltiges Material, an dem man lange Freude haben kann. Eine Arbeitsplatte aus Holz ist deshalb auch für sehr naturverbundene Küchenkäufer ideal – sofern man beim Kauf etwas auf Qualität und Herkunft achtet.

  • Das Holz sollte aus der Region oder zumindest aus Europa stammen.
  • Das Holz sollte ein FSC oder PEFC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft tragen.
  • Die Transportwege vom Hersteller zur Kundschaft sollten möglichst kurz sein.

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