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Parkettboden in der Küche: Holzarten, Versiegelung, Vor- und Nachteile, Pflege, Erfahrungen, Preis, Alternativen

Parkettboden in der Küche? Da scheiden sich die Geister. Viele Küchenplaner schwören auf den Holzboden, andere wiederum raten davon ab. Wir haben für dich die Hard Facts zusammengetragen, um dir die Entscheidung – Parkettboden ja oder nein – ein bisschen zu erleichtern.

Parkettboden in der Küche – diese Holzarten eignen sich

Bawart 3schicht Dielen Eiche gebürstet natur geölt, Quelle: Bawart Parkett

Ein Parkettboden in der Küche soll einiges aushalten, Wasser, Fettspritzer und vielleicht auch mal eine verirrte Weinflasche. Deshalb eignen sich für den Parkettboden in der Küche besonders harte Hölzer. Die da wären: Eiche, Buche, Esche, Eibe, kanadischer Ahorn, Robinie – alles Hölzer, die bei uns heimisch sind. Geeignet aufgrund ihrer Härte sind aber theoretisch auch Bambus, Mahagoni, Merbau, Olive, Teak und dergleichen. Nicht so gut geeignet, weil sie zu der Gruppe “Weichholz” zählen, sind Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche oder Erle.

Parkettboden Versiegelung: Ölen oder lackieren?

Küche mit Landhaus-Parkett; Foto: Bawart Parkett

Geöltes Parkett

Ein großer Vorteil von geöltem Parkettboden: Die besondere, natürliche Optik und Haptik des Holzes bleibt erhalten. Außerdem bleibt das Holz atmungsaktiv und trägt dadurch zu einem gesunden Raumklima bei. Erfahrungsgemäß entwickelt geöltes oder auch gewachstes Parkett in der Küche aber schneller Gebrauchsspuren als lackiertes Parkett. Kleine Schäden lassen sich aber bei geöltem Parkett auch einfacher beheben – die reparierte Stelle wird neu geölt und ist nach ein paar Wochen wieder so gut wie unsichtbar.

Allerdings muss man, wie bei geölten Möbeln aus Holz, den Boden regelmäßig mit Öl nachbehandeln. Das Nachölen bietet jedoch auch eine gute Möglichkeit, den Boden in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, ohne dass man ihn abschleifen muss.

Geöltes Parkett – Vorteile

  • Natürliche Haptik bleibt erhalten
  • Holz bleibt atmungsaktiv
  • Schutz bleibt auch bei Dellen, Kratzern erhalten
  • Durch erneutes Einölen verschwinden Kratzer

Geöltes Parkett – Nachteile

  • Muss regelmäßig nachgeölt werden
  • Evtl. anfälliger gegenüber Fettspritzer/Schmutz
  • Kleine Stellen können relativ einfach repariert werden

Mit Lack versiegeltes Parkett

Was Fettspritzer und andere Verschmutzungen angeht, so hält versiegeltes Parkett doch einiges aus, was auf dem geölten Parkett schon sichtbare Spuren hinterlassen würde. Wasser gegenüber ist mit Lack versiegeltes Parkett aber oft empfindlicher als geöltes Parkett – die Lack-Versiegelung kann die Kanten eines Parkettstabes nämlich nicht so gut schützen, wie das Öl. Über die Kanten kann das Wasser unter den Parkettlack gelangen und dort dunkle Stellen bilden. Wenn das Wasser getrocknet ist, kann dann ein grauer Schleier zurückbleiben.

Außerdem: Wenn die Lackversiegelung an einer Stelle beschädigt wird, ist das Holz darunter schutzlos. Das Wasser kann eindringen und das Holz zum Aufquellen bringen. Das Öl hingegen zieht ins Holz ein – da macht eine Delle oder ein Kratzer nichts aus.

Versiegeltes Parkett – Vorteile

  • Bei intakter Versiegelung robust
  • Erfordert keine Nachbehandlung

Versiegeltes Parkett – Nachteile

  • Kann aufquellen, wenn Versiegelung beschädigt ist
  • Wasser kann dunkle Spuren hinterlassen
  • Kann nicht so einfach repariert werden

Parkettboden schwimmend verlegt oder fest verklebt?

Schöne Landhausküche in L-Form mit Kochinsel. Die weißen Küchenfronten werden mit einer Marmor-Arbeitsplatte kombiniert. Foto: Allmilmö

Schöne Landhausküche mit Fischgräten Parkett; Foto: Allmilmö

Besonders dann, wenn das Parkett aus vielen kleinen Teilen besteht, wird es häufig verklebt. Auf verklebtem Parkett sind Schritte deutlich leiser als auf schwimmend verlegtem Parkett. Allerdings ist es weitaus weniger aufwendig, Parkett schwimmend zu verlegen. Falls nötig, ist es auch wieder einfacher zu demontieren. Außerdem besteht nicht die Gefahr, dass du ausdünstenden Klebemitteln ausgesetzt bist. Die größere Lärmentwicklung beim Gehen auf dem Boden kann man mit speziellen Schalldämmungen einschränken. Wenn du allerdings eine Fußbodenheizung planst, ist die schwimmende Verlegung die schlechtere Option. Der verbleibende Spalt, der mit Luft gefüllt ist, wird nämlich zum Wärmepuffer. So würdest du viel mehr Energie verbrauchen, als eigentlich nötig wäre.

Pflege/Reinigung von Parkett

Dunkle Küche in L-Form mit grauen und schwarzen Fronten ("Flair schwarz" und "Ferro Cortenstahl"). Foto: Nolte

Dunkle Küche in L-Form mit Holzboden; Foto: Nolte

Geöltes Parkett solltest du bei leichten Verschmutzungen am besten trocken oder höchstens mit einem nebelfeuchten Lappen abwischen. Lackversiegelte Böden kannst du ruhig feucht wischen (vorausgesetzt, die Versiegelung ist intakt). Wenn es um die gründliche Reinigung geht, solltest du dich mit dem Hersteller des Bodens absprechen und klären, welche Reiniger sich mit dem Boden vertragen und welche nicht. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr, da jede Reinigungsaktion den Boden beansprucht. 

Parkettboden: Preis

Geschirrspüler mit Perfect Dry Funktion. Foto: Bosch

Holzdielen in der Küche; Foto: Neff

Günstige Fertigparkette gibt es schon ab 30 € pro m2. Langlebiges Massivholzparkett, das man mehrmals abschleifen kann, bekommst du erst ab ca. 60 € pro m2. Wenn du dir ein außergewöhnliches Legemuster wünschst, können die Preise schnell auf 100 € pro m2 steigen. Vergiss nicht, dass sich der Preis insgesamt aus den Kosten für das Material und dem Arbeitsaufwand beim Verlegen zusammensetzen.

Alternativen zum Parkettboden

Wenn du gerne einen Boden in Holzoptik hättest, dich ein echter Parkettboden aber nicht überzeugt, dann hast du einige Alternativen. Es gibt z.B. viele Laminatböden in Holzoptik oder auch Fliesen im täuschend echten Holz-Look. Auch diese Materialien haben, wie das Holz, ihre Vor- und Nachteile.

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