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Entkalkungsanlage: Das musst du über die Anschaffung und Nutzung wissen

Ob du in deinem Haus hartes, also sehr kalkhaltiges Wasser hast, siehst du beim Blick auf die Armaturen in der Küche oder im Bad und in der Küche sehr schnell. Weiße Flecken auf glänzenden Untergründen weisen auf Kalkablagerungen hin. Vorab: Kalkhaltiges Wasser ist entgegen sich hartnäckig haltender Mythen nicht gesundheitsschädlich, sondern sorgt nur für Kalkflecken. Eine Entkalkungsanlage ist daher kein Muss, auch wenn es sich um eine sinnvolle Anschaffung handelt. Ob sich dieses (zugegebenermaßen nicht ganz kostengünstige System) für deinen Haushalt lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wann sich eine Entkalkungsanlage lohnt

Für einen Singlehaushalt lohnt sich die Entkalkungsanlage nur bedingt. Die meisten Modelle liefern pro Tag 150 Liter entkalktes Wasser. Das ist eine Menge, die du als Single gar nicht verbrauchen kannst. In Zwei- und Mehrpersonenhaushalten ist das System zur Wasserentkalkung sinnvoll, sofern das Trinkwasser an deinem Wohnort sehr hart ist. Aufgebrühte Heißgetränke wie Tee oder Kaffee schmecken mit weniger kalkhaltigem Wasser aromatischer und Haushaltsgeräte wie die Wasch- und Spülmaschine halten länger. Denn auch wenn hartes Wasser keine Gesundheitsschäden nach sich zieht, begünstigt es frühzeitige Defekte bei Haushaltsgroßgeräten.

Wie die Entkalkungsanlage funktioniert

Die Aufbereitung des Wassers beginnt an seinem Ursprung. Ihre Leitungen sind daher vor Kalkablagerungen und den daraus resultierenden Schäden durch eine schleichende Verengung geschützt. Da die Nachrüstung dieser Anlagen vor einige bauliche Herausforderungen stellt, solltest du beim Hausbau oder einer umfassenden Renovierung über die Montage einer Entkalkungsanlage nachdenken. Die Anlage wird direkt mit dem Hauswasseranschluss verbunden und entkalkt auf Basis des Ionisierungsverfahrens. Bei dieser Methode handelt es sich um eine Filterung, die Magnesium und Calciumbestandteile auffängt und nur das saubere, nicht kalkhaltige Wasser durch die Leitungen transportiert.

Kalk im Wasser: Nicht gesundheitsschädlich, aber materialschädigend

Lange Zeit hielt sich der Mythos, dass kalkhaltiges Wasser Verdauungsprobleme und andere Gesundheitsschäden begünstigt. Hierbei handelt es sich um eine Legende, denn ob das Wasser hart oder weich ist, steht in keinem nachweisbaren Zusammenhang zu deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden. Anders verhält es sich im Hinblick auf elektrische Großgeräte mit Wasser. Der Geschirrspüler und die Waschmaschine, die Kaffeemaschine und Wasserkocher halten bei hartem Wasser nicht so lange wie im Betrieb mit weichem Wasser. Dafür sorgen zum einen die Kalkablagerungen in den wasserführenden Leitungen, zum anderen aber auch die Verkalkung der anderen mit Wasser in Berührung kommenden Systeme. Aus dieser Perspektive heraus lohnt sich eine Entkalkungsanlage durchaus und vermeidet, dass du hochpreisige Haushaltsgroßgeräte in kurzen Abständen für teures Geld reparieren oder gar austauschen musst.

Wasserenthärter oder Entkalkungsanlage? Eine Kosten-Nutzen Frage!

Für Waschmaschinen und Geschirrspüler gibt es Wasserenthärter als Zusatz. Allerdings handelt es sich hierbei um chemische Produkte in Tab-Form, die zur Reinigung geeignet aber auf Dauer nicht wirklich empfehlenswert sind. Wenn du in einer Region mit sehr kalkhaltigem Wasser wohnst, wird sich die Anschaffung und Montage einer Entkalkungsanlage perspektivisch immer lohnen. Bedenke: Entkalkungs-Tabs sind verhältnismäßig teuer und müssen im monatlichen Budget eingeplant werden. Eine Anlage zur Entkalkung schaffst du einmalig an und nutzt sie über einen langen Zeitraum. Die Kosten hierfür liegen je nach Modell und Aufbereitungsvolumen zwischen 400 und 2.000 EUR. Hinzu kommt das für die Entkalkung notwendige Regeneriersalz, das mit nicht mehr als 4 EUR pro Monat im Verbrauch überzeugt.

Die richtige Größe nach Wasserbedarf wählen

Ehe du eine Entkalkungsanlage anschaffst, solltest du dich fachkundig beraten und dir unterschiedliche Modelle näher erläutern lassen. In erster Linie kommt es auf die richtige Größe an. Da die Anlage bei jeder Wassereinschaltung automatisch in Betrieb genommen wird und somit im kontinuierlichen Standby Modus läuft, solltest du den Fokus auf ein im Energieverbrauch sparsames Modell legen. Die Kapazität der Entkalkungsanlage wird in m³ angegeben und erfordert in der Auswahl eine Berechnung des tatsächlichen Weichwasserbedarfs. Um den vorherrschenden Bedarf zu decken, wählst du die Anlage immer in der aufgerundeten Größe / Kapazität. Errechnest du beispielsweise den Bedarf von 36m³, ist eine Entkalkungsanlage mit 40m³ optimal.

Wie wirkt sich die Entkalkungsanlage auf die Stromkosten aus?

Moderne Anlagen sind äußerst energieeffizient und treiben deine Stromrechnung nicht unnötig in die Höhe. Dennoch solltest du die Mehrkosten im Energieverbrauch und durch die Notwendigkeit des Salzes für die Ionisierung einrechnen. Um eine unnötige Anschaffung auszuschließen, lohnt sich eine fachkundige Prüfung der Wasserqualität. Wichtig ist dabei, dass du die Härtegradbestimmung des Wassers von einem unabhängigen Experten und keinesfalls vom Anbieter und Installateur für Entkalkungsanlagen vornehmen lässt.

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