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Entsorgen von Speiseöl: Wohin mit dem alten Fett?

Kennst du das? Du hast gerade dieses wunderbare, neue Rezept ausprobiert – frittierte Zucchini. Diese zusammen mit frischem, knackigem Gemüse aus der Pfanne und indisch gewürztem Reis. Der Gaumen freut sich und die Gäste auch. Doch nachdem du alles aufgeräumt hast, stehst du vor dem großen Problem: Wohin eigentlich mit dem Fett?

Es gibt viele verschiedene Arten, Öl und Fett zu entsorgen. Wichtig ist, dass du das Fett nicht in den Ausguss kippst. Fett ist nicht wasserlöslich und härtet in kühlen Rohren aus. Das feste Fett verstopft dann die Abwasserleitungen. Dies hat zur Folge, dass ein Installateur oder Kanalreinigungsdienst gerufen werden muss. Und die Entfernung des Fetts ist nicht unkompliziert. Erste Regel also ist: Entsorge Fett niemals in der Spüle, Toilette oder der Badewanne.

Fettentsorgung im Überblick

1. Restmüll
2. Recycling
2,5. Diesel?

1. Fett im Restmüll

Nachdem das Frittierfett nicht mehr brauchbar ist, kannst du es mit einem Trichter in eine leere Ölflasche oder in eine andere Plastikflasche schütten und sie dann gut verschlossen in den Restmüll schmeißen. Eine andere Möglichkeit ist, dass du das flüssige Fett direkt in eine Plastiktüte gibst, die in einem Behälter liegt. Wenn es dann fest ist, kannst du die Tüte verschlossen einfach in den Müll werfen. Eine weitere Alternative ist Katzenstreu zum Aufsaugen des Fetts in die Tüte zu geben.

2. Fett umweltbewusst entsorgen

Du kannst Fett auch umweltbewusst entsorgen. Entweder hilft ein guter Kontakt zu einem Restaurant, welches das benutzte Öl durch eine Recycling-Firma entsorgt, oder du gibst das Öl in der Flasche – beziehungsweise in einem Plastikbehälter – bei einem Recycling-Hof ab. In manchen Städten fährt sogar regelmäßig ein Dienst am Haus vorbei, der das alte Öl und Fett im Behälter mitnimmt.

2,5. Fett als Sprit?

Es gibt tatsächlich Menschen, die ihren Diesel um einen zusätzlichen Tank erweitert haben und ihr Auto dann auf Fettbasis fahren. Das macht nicht nur ein Berliner Taxifahrer, der die Frittenbuden nach altem Fett abklappert, sondern auch andere Diesel-Fahrer ziehen eine Pommesfahne hinter sich her. Laut Berichten fährt ein Turbodiesel mit Frittenöl genauso wie mit handelsüblichem Diesel. Zwar ist für den Kaltstart Diesel vonnöten, aber zum Cruisen reicht auch altes Fett. Die Vorteile? Es ist umweltbewusst, legal und spart sogar Geld. Stell aber vorher sicher,  ob auch dein Diesel mit Frittierfett fahren kann. Auf jeden Fall nur eine Lösung für die Mutigen.

Es gibt also keine Entschuldigung mehr, das andere Rezept mit frittierter roter Bete auszuprobieren. Denn das Problem der Entsorgung ist nun geklärt. Und wer weiß, vielleicht bist auch du bald fett unterwegs.

Fotocredit: renamarie – Fotolia

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1 COMMENT
  • Matthias 7. Februar 2018

    Also ich Filter das Öl und geb es in die Kettensäge. Besser als synthetisches Öl weil Bio . Aber es muss sauber sein , nicht dass ein Pommeskrümel den Kettensägen Ölkanal verstopft .

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