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Pyrolyse: Wie funktioniert die Selbstreinigung beim Backofen (selbstreinigender Backofen)?

Der Backofen war Testsieger bei Stiftung Warentest. Foto: Neff

Ein Backofen, der sich selbst von Spritzern des letzten Gratins oder von eingebrannten Marmeladeresten befreit? Das klingt fast zu gut um wahr zu sein! Tatsächlich ist aber ein selbstreinigender Backofen kein Ding der Seltenheit mehr. Dieser Beitrag erklärt dir, wie die Selbstreinigung beim Backofen durch Pyrolyse funktioniert.

Was bedeutet Pyrolyse?  Wie funktioniert die Selbstreinigung mit Pyrolyse?

Der Begriff Pyrolyse kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Pyro“ (gr. “Hitze”) und „Lysis“ (gr. “Spaltung”). Bei der Pyrolyse erhitzt sich der Backofen auf eine Temperatur zwischen 400 und 500 °C. Bei diesen extrem hohen Temperaturen spalten sich die Moleküle organische Stoffe auf. Also verbrennen quasi alle Rückstände von Lebensmitteln. Zurück bleibt nur ein bisschen Asche, die zum Schluss ganz einfach mit einem feuchten Lappen aus dem Backofen gewischt werden kann. Nur sehr hartnäckiger Schmutz an der Backofentür übersteht manchmal die Pyrolyse. Da muss man dann selber ein bisschen nachhelfen.

Bevor das Pyrolyse-Programm startet, kann man den Verschmutzungsgrad (niedrig, mittel oder hoch) auswählen. Der Pyrolyse-Vorgang dauert abhängig vom Hersteller und vom Verschmutzungsgrad zwischen eineinhalb und drei Stunden. Während dieser Zeit kann man den Backofen nicht verwenden.  Der Backofen verriegelt nämlich vor dem Start der Pyrolyse automatisch seine Tür. Wenn die Temperatur unter eine bestimmte Gradzahl gefallen ist, entriegelt sich die Tür wieder.

Was muss bei einem Backofen mit Pyrolyse beachtet werden?

Die Anschaffungskosten für einen pyrolysefähigen Backofen liegen meist über dem Preis von Geräten ähnlicher Qualität, die diese Funktion nicht haben. Besonders dann, wenn man vorhat, die Funktion oft zu nutzen, lohnt es sich, in einen energiefreundlichen Backofen zu investieren. So sparst du Stromkosten und tust der Umwelt etwas Gutes. Auch noch gut zu wissen: Während des Pyrolysevorgangs darf sämtliches Zubehör wie Backbleche und -roste, nicht im Backofen bleiben und müssen darum von Hand gereinigt werden.

Backofen Kauf: Wie erkenne ich einen Backofen mit Pyrolyse?

Backofen Pyrolyse. Fotocredit: fotolia – Alterfalter

Für Pyrolyse-Backöfen gibt es kein einheitliches Zeichen oder Symbol. Darum solltest du beim Kauf des Backofens in der Beschreibung auf den Zusatz „Pyrolyse“, „pyrolytische Reinigung“, „Pyroluxe“ oder „activeClean“ achten. Achtung: Die Funktion „EasyClean“, die es zum Beispiel bei Küchengeräten von Neff gibt, ist keine Pyrolysefunktion, sondern eine andere Reinigungshilfe.

Gibt es Gefahren im Zusammenhang mit der Pyrolyse?

Grundsätzlich ist die Reinigung durch Pyrolyse unbedenklich. Wie bereits erwähnt, verfügen pyrolysefähige Backöfen über eine Sicherung, die die Backofentür während des Pyrolysevorgangs verriegelt. Außerdem verfügen Backöfen mit Pyrolyse über eine spezielle Dichtung, die sicher stellt, dass die Hitze nicht nach außen entweichen kann. Trotz dieser Dichtung kann es manchmal sein, dass der Geruch des verbrannten Schmutzes nach außen dringt. Das heißt einfach, es stinkt ein bisschen – unangenehm aber völlig ungefährlich. Die Glasscheibe der Backofentür ist bei Pyrolyse-Backöfen ist normalerweise extra robust und hält den hohen Temperaturen mühelos stand. Wenn das Glas aus anderen Gründen schon einen Riss hat oder sonst beschädigt ist, sollte man die Pyrolysefunktion besser nicht mehr verwenden. Dann kann es nämlich sein, dass das Glas den Vorgang nicht mehr aushält.

Fazit: Backofen mit Pyrolyse ja oder nein?

Ein Pyrolyse-Backofen hat definitiv viele Vorteile. Viele NutzerInnen können sich ein (Backofenreinigungs-)Leben ohne Pyrolyse schon gar nicht mehr vorstellen. Schließlich hängt die Entscheidung aber von deinen persönlichen Back- und Putzgewohnheiten ab. Wenn du deinen Backofen gerne und oft nutzt, ist die Pyrolyse-Funktion sicher praktisch und die höheren Anschaffungskosten rentieren sich.

 

Der richtige Backofen: Was muss ein guter Backofen können?

Titelbild: Neff

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