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Dampfgarer Vergleich: Vorteile, Funktionen und Modelle verschiedener Hersteller im Überblick

Schon die Römer wussten es: Mit Dampf kocht sich’s gut. Die Speisen werden gesund und schmackhaft zubereitet. Seit Cäsar hat sich im Dampfgarer-Bereich aber einiges getan. Als Alternative zum klassischen Römertopf gibt es inzwischen elektrisch betriebene Dampfgarer von allen großen Küchengeräte-Herstellern wie AEG, Miele, Bosch, Siemens oder Neff. Manche Küchenbesitzer waren so weitsichtig und haben bei der Küchenplanung gleich einen eingebauten Dampfgarer berücksichtigt. Es gibt aber auch unkomplizierte Lösungen für spätberufene Dampfgarer-Köche. Welche Arten von Dampfgarer es gibt, wie sie funktionieren und warum kochen mit Dampf überhaupt so angesagt ist, erfährst du hier.

Vorteile eines Dampfgarers

Wenn Hobbyköche unter sich über Dampfgarer reden, kommen sie aus dem Schwärmen meist kaum heraus. Man könnte fast meinen, der Dampfgarer würde das Gemüse auch noch selber putzen und schneiden. Gut, das wäre vielleicht doch etwas viel verlangt. Dampfgarer liegen aber zu Recht im Trend, denn sie sind vielfältig verwendbar.

Ob ein Babyfläschchen desinfiziert werden muss oder die Speisen vom Vortag wieder aufgewärmt werden sollen – der Dampfgarer erledigt das. Mit dem Gerät kann natürlich auch gekocht werden: Im Prinzip kann alles, was im Topf gekocht wird, auch im Dampfgarer zubereitet werden. Der Vorteil gegenüber dem Kochtopf ist, dass die Speisen gesund und schonend gegart werden – sie behalten Vitamine, Mineralstoffe und auch ihre natürliche Farbe.

Es geht noch mehr: Auch das derzeit beliebte Sous-vide-Garen ist mit dem Dampfgarer kein Problem. Dabei werden Lebensmittel in speziellen Kunststoffbeuteln vakuumverpackt und bei niedrigen Temperaturen gegart. Große Dinnerpartys sind mit einem Dampfgarer auch um einiges stressfreier. Im Garraum können verschiedene Speisen gleichzeitig zubereitet werden. So kann man Platz und Energie sparen. Eine zusätzliche gute Nachricht für Chaosköche: Es kann dabei auch nichts anbrennen! Der Dampfgarer darf also ruhig unbeaufsichtigt werden lassen, dank Programmvorwahl schaltet er sich einfach ab, sobald das Essen fertig ist.

Wie funktioniert ein Dampfgarer?

Beim Dampfgaren wird Wasser bis zum Siedepunkt – also 100°C – erhitzt. Das passiert bei Einbau-Dampfgarern entweder in einer Schale am Boden innerhalb des Garraums oder extern. Durch das Erhitzen des Wassers entsteht Dampf, der die Speisen umhüllt und somit gleichmäßig gart. Da die Speisen nicht wie beim Kochtopf direkt im Wasser liegen, bleiben Vitamine, Farbe und Geschmack erhalten. Es gibt Dampfgarer, die zusätzlich mit Druck arbeiten. Dadurch erhöht sich die Temperatur im Inneren des Garraums auf bis zu 120°C und die Garzeit verkürzt sich.

Arten von Dampfgarern

Kompaktdampfgarer

Ein Kompaktdampfgarer passt in jede Küche – auch in die kleinste. Es gibt sie nämlich in verschiedensten Ausführungen: von der Form her an einen Reiskocher erinnernd, ähnlich einer Mikrowelle oder einem Standmixer gleichend. Als Einbaugeräte gibt es sie natürlich auch: Dann sehen sie ähnlich aus wie ein Backofen. Von der Funktion her sind Kompaktdampfgarer reine Dampfgarer (ohne Zusätze wie eine Backfunktion). Kompaktdampfgarer werden von den meisten Küchengeräte-Herstellern produziert.

Neff Mega Collection Dampfgarer (oben), Backofen (unten). Quelle: © Neff

Neff Mega Collection Dampfgarer (oben), Backofen (unten). Quelle: © Neff

Siemens Dampfbackofen iQ700. Quelle: Siemens

Siemens Dampfbackofen iQ700. Quelle: Siemens

Dampfbackofen

Dieses Gerät könnte man auch als “Hybrid” bezeichnen: Dampfbacköfen sind eine Mischung aus vollwertigem Dampfgarer und Backofen. Der Vorteil: Man kann die Funktionen auch mischen. Wenn also die Gefahr besteht, dass der Braten im Backofen zu trocken wird, kann einfach etwas Dampf zugeführt werden. Dampfbacköfen gibt es von allen großen Küchengeräte-Herstellern. Je nach Region sind sie auch unter der Bezeichnung Kombidämpfer, Heißluftdämpfer, Steamer oder Multidampfgarer zu finden.

Dampfgarer mit Mikrowellenfunktion

Dampfgarer können an sich schon einige Funktionen der Mikrowelle übernehmen, zum Beispiel Essen wieder aufwärmen. Für diejenigen, die aber trotzdem nicht auf eine vollwertige Mikrowelle verzichten wollen, gibt es von Miele auch einen Dampfgarer mit extra Mikrowellenfunktion.

Miele Dampfgarer mit Mikrowelle mit DirectSensor Steuerung. Quelle: Miele

Miele Dampfgarer mit Mikrowelle DGM mit DirectSensor Steuerung. Quelle: Miele

Systemdampfgarer

Im Laufe der Zeit sammeln sich in der Küche doch so einige Elektrogeräte an. Wer vielleicht über eine eher kleinere Küche verfügt und trotzdem nicht auf Dampfgaren verzichten möchte, kann seinen herkömmlichen Backofen mit einem speziellen Einsatz nachrüsten. Beim Systemdampfgarer wird Wasser in einer Form erhitzt und mit einem durchlässigen Dampfeinsatz abgedeckt. Auf diesem Einsatz steht dann das Behältnis mit dem Gargut. Das Ganze wird mit einem Glasdeckel abgedeckt und in den Ofen geschoben. Erhältich sind Systemdampfgarer von den Marken Bosch, Siemens oder Neff.

Fester Wasseranschluss oder Wassertank?

Über die Vorteile eines Dampfgarers sind sich die Hobbyköche sehr einig. Ob ein Dampfgarer mit festem Wasseranschluss oder einer mit Wassertank besser ist, darüber scheiden sich aber die Geister. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Dampfgarer mit Festwasseranschluss haben den Vorteil, dass ein Zu- und Ablauf vorhanden ist. Das bedeutet, dass nie Wasser nachgefüllt werden muss und dass auch das Reinigen erleichtert wird. Der Nachteil ist, dass auf Hygiene und Sauberkeit geachtet werden muss. Bei stehendem Wasser – wie es bei Schläuchen oft der Fall ist – besteht die Gefahr, dass ungewollt Bakterien wie Legionellen gezüchtet werden. Dampfgarer mit Festwasseranschluss gibt es von Miele, Gaggenau und V-Zug.

Neff Megacollection FullSteam. Quelle: © Neff

Neff Megacollection FullSteam. Quelle: © Neff

Wenn der Dampfgarer über einen Wassertank verfügt, musst du dir über Bakterien weniger sorgen machen, da der Tank händisch befüllt wird. Normalerweise reicht eine Füllung für einen Garvorgang aus – bei längerer Benutzung kann es aber sein, dass der Dampfgarer mit einem Pfeifton nach Wasser ruft. Von Vorteil ist, wenn der Wassertank hinter einer externen Blende verbaut ist, damit die Tür des Dampfgarers nicht während des Garens geöffnet werden muss. Dampfgarer mit Wassertanks hinter einer Blende gibt es von Miele, Neff oder Siemens.

Welcher Dampfgarer ist der richtige für mich?

Aufgrund der Vielfalt gibt es wirklich Dampfgarer für jede Küche und jeden Koch. Vor einem Kauf sollte man sich überlegen, wie der Dampfgarer benutzt wird und wie die Voraussetzungen in der Küche aussehen. Gibt es in deiner Küche beispielsweise bereits einen Backofen, genügt vielleicht zusätzlich ein reiner Dampfgarer. Ist kein Festwasseranschluss vorhanden, kommt es günstiger, ein Gerät mit Wassertank zu kaufen. Wird das Gerät jeden Tag benutzt, kann es aufgrund des Komforts aber auch wieder Sinn machen, einen Dampfgarer mit Festwasseranschluss einzubauen.

Welcher der richtige ist, hängt also immer von individuellen Faktoren ab. In erster Linie davon, wie und wie oft du ihn benutzt und wie die Ausgangssituation in deiner Küche und in deinem Geldbeutel aussieht. Ein wenig Küchenplanung sollte also sein, damit der Dampfgarer dann auch gut zu Küche und Koch passt.

 

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Fotocredit Titelbild: Miele

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