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Elektrogeräte in der Küche anschließen: Anschlusswerte und Stromkreise

Gut durchdachte Elektro-Installationen sind bei der Planung einer neuen Küche unglaublich wichtig. Denn was nützen die tollsten und neuesten Elektrogeräte, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist? Oder gar der falsche Anschluss – das kann unter Umständen auch gefährlich werden. Außer der Anzahl der Steckdosen und Anschlüsse in der Küche gibt es nämlich noch einige Dinge beim Anschließen von Elektrogeräten zu beachten, die wir im Artikel klären.

Welche Elektrogeräte in der Küche benötigen einen Festanschluss?

In einer Küche können nicht alle Elektrogeräte einfach in die Steckdose eingesteckt werden. Manche benötigen aus Sicherheitsgründen einen sogenannten Festanschluss. Davon sollten Laien die Finger lassen – Geräte mit Festanschluss gehören unbedingt von einem Fachmann/frau angeschlossen!

Einen Festanschluss benötigen in der Küche normalerweise der Elektroherd bzw. das Kochfeld und eingebaute Dampfgarer bzw. Kombigeräte. Ein Backofen, der unabhängig vom Kochfeld ist, wird – je nach Leistungsaufnahme – auch einfach an eine ganz normale Steckdose angesteckt.

Ein Kochfeld benötigt normalerweise einen Festanschluss; Fotocredit: © Neff

Welche Elektrogeräte in der Küche benötigen einen eigenen Stromkreis?

Auch bei Elektrogeräten, die in eine ganz normale Steckdose eingesteckt werden können, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Als Grundregel gilt, dass alle Geräte mit Anschlusswerten über 2000 Watt (= 2kW) einen eigenen Stromkreis benötigen. Wenn einer Steckdose durch mehrere Geräte mit hohen Anschlusswerten zu viel Leistung abverlangt wird, kommt es zu einer Überlastung und die Sicherung fliegt raus. Eine Dauerüberlastung erhöht außerdem die Brandgefahr.

Einen eigenen Stromkreis in der Küche benötigen in der Regel Backofen, Geschirrspüler und viele Mikrowellengeräte. Auch für Gefriergeräte ist ein eigener Stromkreis empfehlenswert. Bei ihnen ist es nämlich besonders wichtig, dass sie zuverlässig mit Strom versorgt werden. Kommt es unbemerkt zu einer Überlastung des Stromkreises, tauen sonst schnell die ganzen Lebensmittel im Gefrierschrank auf und du musst ein spontanes Festessen für deine halbe Verwandschaft veranstalten.

Anschlusswerte der Elektrogeräte in der Küche

Die Anschlusswerte deiner Elektrogeräte in der Küche zu kennen, ist vor allem dann nützlich, wenn du dich fragst, wie viel du deiner Steckdose bzw. einem Stromkreis zumuten kannst. Wie oben schon erklärt, brauchen Geräte mit Anschlusswerten über 2kW auf jeden Fall einen eigenen Stromkreis.

In der Tabelle wird zwischen Wechselstrom und Drehstrom unterschieden. Wechselstrom ist laienhaft ausgedrückt der “normale” Strom, der aus unseren Steckdosen kommt. Drehstrom besteht aus drei einzelnen Wechselströmen und ist das, was landläufig auch als “Starkstrom” bezeichnet wird. Für Geräte mit Anschlusswerten von mehr als 3,8kW ist in der Regel ein Drehstrom-Anschluss notwendig.

 

Elektrogerät Wechselstrom (in kW), bis ca. Drehstrom (in kW), bis ca.
Elektroherd 14,5
Einbaukochfeld 10,8
Einbaubackofen 6,6
Mikrowellengerät (mit Grill) 3,4
Einbau-Dampfgarer 2,5 5,1
Geschirrspüler 3,4 6,6
Kühlschrank 0,2
Gefriergerät 0,2
Dunstabzugshaube 0,5
Waschmaschine 2,3
Wäschetrockner 3,5

Quelle: Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendug e.V. (http://service.hea.de/fachwissen/planung-von-kuechen/6-1-anschlusswerte.php)

 

Mehr zum Thema Elektroanschlüsse in der Küche: Wie viele Steckdosen gehören in eine Küche?

Titelbild: Miele

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