Wer täglich Sprudel trinkt, kennt das Thema. Kisten schleppen, Leergut sammeln, Flaschen lagern. Und irgendwann steht die Frage im Raum: Geht das nicht einfacher?
Wenn du einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten möchtest, ist Sprudelux eine der bekannteren Lösungen im DACH-Raum. Das System sitzt unsichtbar im Spülenschrank, kühlt dein Leitungswasser und versetzt es direkt mit Kohlensäure. Küchenfinder ordnet ein, wie das funktioniert, was du beim Einbau beachten solltest und mit welchen Kosten du realistisch rechnen musst.
So funktioniert Sprudelux
Sprudelux ist ein fest eingebauter Wassersprudler. Das Gerät steht im Unterschrank unter der Spüle und wird an den Kaltwasseranschluss angeschlossen. Dort wird das Leitungswasser zuerst gekühlt und anschließend in einem Edelstahltank mit CO₂ versetzt.

Sprudelux INOX im Spülenschrank: Das Untertischgerät kühlt Leitungswasser und versetzt es direkt mit CO₂. Foto: Sprudelux
Das Prinzip ist einfach: Statt jede Flasche einzeln zu sprudeln, hält das System gekühltes Wasser im Tank bereit. Wenn du den Hahn öffnest, kommt sofort gekühltes Sprudelwasser aus dem Wasserhahn. Je nach Einstellung kannst du auch stilles Wasser in Raumtemperatur oder gekühlt zapfen.
Der CO₂-Gehalt lässt sich anpassen. Wer es kräftig mag, dreht etwas höher. Wer nur leichte Kohlensäure möchte, reduziert den Druck entsprechend.
Die Variante INOX SILENT ist laut Hersteller besonders leise. Gerade in offenen Wohnküchen ist das ein wichtiger Punkt. Niemand möchte, dass bei jedem Glas Wasser ein lautes Brummen aus dem Spülenschrank kommt.
Wie kommt das Sprudelwasser aus dem Hahn
Wenn du einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten willst, stellt sich schnell die Frage nach der Armatur.
Sprudelux bietet meist zwei Wege an:
Entweder wird deine bestehende Armatur ersetzt. Dann bekommst du einen 5 in 1 Wasserhahn, der normales warmes und kaltes Leitungswasser liefert und zusätzlich gefiltertes stilles oder sprudelndes Wasser. Von außen wirkt es wie ein einzelner Wasserhahn, technisch laufen die Leitungen getrennt.

5-in-1-Armatur mit separatem Technikmodul: Warm-, Kalt-, stilles und sprudelndes Wasser aus einem System. Foto: Sprudelux
Oder du ergänzt deine vorhandene Armatur um einen zusätzlichen Hahn nur für das aufbereitete Wasser. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du den bestehenden Wasserhahn behalten möchtest oder optisch nichts verändern willst.
In beiden Fällen entsteht ein Wasserhahn mit Sprudel, der das Wasser direkt aus dem Untertischgerät bezieht.
Welche Modelle bietet Sprudelux
Unter dem Namen INOX laufen mehrere Varianten, die sich vor allem in Bauform und Ausstattung unterscheiden.
INOX SILENT richtet sich an klassische Einbausituationen im 60er-Spülenschrank und legt Wert auf einen möglichst leisen Betrieb.

INOX SILENT mit digitaler Anzeige – ausgelegt für einen besonders leisen Betrieb in offenen Wohnküchen. Foto: Sprudelux
INOX ULTRA FLAT ist besonders flach gebaut. Das ist interessant, wenn unter der Spüle wenig Platz ist. Einige Modelle lassen sich digital überwachen, etwa um den Status von Filter oder CO₂-Flasche im Blick zu behalten.

INOX ULTRA FLAT: Besonders flache Bauweise für Küchen mit begrenztem Stauraum unter der Spüle. Foto: Sprudelux
Mit POWER SODA geht Sprudelux einen Schritt weiter. Diese Geräte sind leistungsstärker und eher für Haushalte gedacht, in denen sehr viel Sprudel getrunken wird. Auch kleine Büros oder Praxen gehören zur Zielgruppe. Technisch bewegen sich diese Systeme näher an einer Tafelwasseranlage.

POWER SODA richtet sich an Haushalte mit hohem Wasserverbrauch oder kleine Büros. Foto: Sprudelux
Für die meisten privaten Küchen, die einen Wassersprudler nachrüsten möchten, reicht jedoch ein INOX-Modell aus.
Einbau: Was unter der Spüle wirklich wichtig ist
Bevor du dich für Sprudelux entscheidest, lohnt sich ein ehrlicher Blick in den Spülenschrank.
Wie viel Platz ist tatsächlich frei? Neben Siphon, Mülltrennung und Reinigungsmitteln muss das Gerät stehen. Zusätzlich braucht die CO₂-Flasche einen sicheren Platz. Auch Filterkartuschen benötigen Raum, falls du ein Filtersystem einsetzt.

Vor dem Einbau sollte geprüft werden, ob ausreichend Platz für Gerät, CO₂-Flasche und Filter vorhanden ist. Foto: Sprudelux
Das Gerät wird am Kaltwasser-Eckventil angeschlossen. Außerdem brauchst du eine Steckdose im Schrank oder in direkter Nähe. Ohne Strom läuft die Kühlung nicht.
Wenn eine neue Armatur eingebaut wird oder eine zusätzliche Bohrung in Arbeitsplatte oder Spüle nötig ist, sollte die Installation sauber geplant werden. In vielen Fällen übernimmt das ein Installateur oder das Küchenstudio.
Was kostet Sprudelux

Das Sprudelux-Untertischgerät wird im Spülenschrank integriert und versorgt die Armatur direkt mit gekühltem Sprudelwasser. Foto: Sprudelux
Ein Wassersprudler für die Küche ist keine Kleinanschaffung. Das Grundgerät der INOX-Reihe liegt im Bereich von rund 1.500 Euro. Komplettsets mit Armatur, CO₂-Flasche und Filter bewegen sich je nach Ausstattung im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich.
Wer sich für besonders flache Varianten oder Design-Armaturen entscheidet, landet entsprechend höher.
Für eine realistische Planung kannst du davon ausgehen, dass ein sinnvoll ausgestattetes Set aus Gerät und Armatur bei etwa 1.500 Euro beginnt. Je nach Modell und Ausstattung steigt der Preis deutlich.
Laufende Kosten im Alltag
Neben dem Kaufpreis entstehen laufende Kosten.
Die CO₂-Flasche muss regelmäßig getauscht oder befüllt werden. Wie oft das nötig ist, hängt davon ab, wie viel Sprudel ihr trinkt. In vielen Haushalten reicht eine Füllung mehrere Monate. Übers Jahr gerechnet liegen die Kosten häufig zwischen etwa 60 und 120 Euro.
Falls ein Filtersystem genutzt wird, kommen Kosten für den Filterwechsel hinzu. Je nach Modell bewegen sich diese grob zwischen 100 und 200 Euro pro Jahr.
Hinzu kommen Stromkosten für Kühlung und Elektronik. Diese sind vergleichbar mit einem kleineren Kühlgerät und liegen meist im unteren zweistelligen Bereich pro Jahr.
Unterm Strich landen viele Haushalte bei etwa 150 bis 300 Euro laufenden Kosten jährlich. Dafür entfallen große Teile des Flaschenkaufs, das Schleppen von Kisten und der Lagerplatz für Getränkevorräte.
Für wen lohnt sich Sprudelux
Sprudelux ist vor allem dann interessant, wenn Sprudelwasser im Alltag eine feste Rolle spielt. Wer täglich mehrere Gläser trinkt und dauerhaft auf Flaschen verzichten möchte, profitiert am meisten.
Voraussetzung ist ausreichend Platz im Spülenschrank und die Bereitschaft, in ein fest eingebautes System zu investieren. Für Gelegenheitsnutzer lohnt sich der Aufwand meist weniger.
Küchenfinder ordnet Sprudelux als hochwertige Lösung ein, wenn du einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten möchtest und Wert auf gekühltes, kräftiges Sprudelwasser direkt aus dem Hahn legst. Entscheidend ist am Ende nicht nur die Technik, sondern ob sie zu deinem Alltag passt.






