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Wärmeschublade oder Vakuumierschublade: Was lohnt sich für deine Küche?

Moderne olivgrüne Küche mit Holzdetails, Kochinsel und einer Hochschrankzeile mit schwarzen Einbaugeräten. Das Bild zeigt, wie kompakte Geräte und zusätzliche Schubladen in einen ruhigen Geräteblock integriert werden können.

Eine Wärmeschublade lohnt sich vor allem, wenn du häufig für Gäste kochst, mehrere Speisen gleichzeitig zubereitest oder Essen für Nachzügler warmhalten möchtest. Wer regelmäßig vorkocht, Lebensmittel portioniert oder Sous-vide gart, profitiert eher von einer Vakuumierschublade. Eine Dampfschublade ist interessant, wenn du auf wenig Platz dampfgaren möchtest. Geht es dagegen nur um eine einheitliche Gerätefront, reicht meist eine Möbelschublade oder Blende.

Wärmeschubladen können inzwischen deutlich mehr als nur Teller vorwärmen. Je nach Modell halten sie Speisen warm, lassen Hefeteig gehen oder garen Fleisch bei niedriger Temperatur. Vakuumierschubladen helfen dagegen beim Vorbereiten und Konservieren von Lebensmitteln. Und mit Dampfschubladen gibt es mittlerweile eine weitere platzsparende Möglichkeit zum Dampfgaren.

Ob du all diese Funktionen wirklich brauchst, ist allerdings eine andere Frage. Schließlich kostet jede zusätzliche Schublade Geld und nimmt Platz weg, den du vielleicht lieber als Stauraum nutzen würdest. Wir zeigen dir, worauf es bei der Auswahl ankommt und welche Geräte sich für welche Küchen eignen.

Welche Wärme-, Vakuumier- und Dampfschubladen gibt es?

Wärmeschublade, Vakuumierschublade oder Dampfschublade? Auf den ersten Blick sehen die Einbaugeräte ähnlich aus, ihre Funktionen unterscheiden sich aber deutlich. Hersteller wie Miele, Bosch, Siemens, NEFF, Smeg, BORA und ORANIER bieten unterschiedliche Modelle an.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Schublade zu welchen Kochgewohnheiten passt.

Spezialschubladen im Vergleich: Für wen sie sich lohnen

GerätLohnt sich besonders fürEher nicht nötig, wennAlternative
WärmeschubladeGäste, mehrere Gänge und unterschiedliche Essenszeitennur gelegentlich etwas warmgehalten wirdWarmhaltefunktion des Backofens
VakuumierschubladeMeal Prep, Sous-vide und regelmäßiges Portionierennur selten vakuumiert wirdseparates Vakuumiergerät
DampfschubladeDampfgaren bei wenig Platzbereits ein Dampfbackofen vorhanden istkompakter Dampfgarer oder Dampfbackofen


Quelle: Küchenfinder Redaktion • Experten-Check

Klassische Wärmeschubladen

Klassische Wärmeschubladen temperieren Geschirr und Tassen, halten Speisen warm und ermöglichen je nach Modell auch das Niedertemperaturgaren. Beispiele sind die Miele Gourmet-Wärmeschublade ESW 7010, die Siemens iQ700 BI710C1B1 und die NEFF N70 N29HA11Y1.

Schau beim Kauf aber nicht nur auf die Marke, sondern vor allem darauf, was die Schublade tatsächlich kann. Temperaturbereich, Innenhöhe, maximale Beladung, Timer und App-Steuerung unterscheiden sich je nach Modell deutlich.

Wer hauptsächlich Teller vorwärmen möchte, braucht kein Modell mit besonders vielen Garprogrammen. Für das Sanftgaren oder das Gehenlassen von Hefeteig sind dagegen die unterschiedliche Temperaturstufen wichtig.

BORA Multischublade: mehr als nur Warmhalten

Ungewöhnlich viele Features aufgrund ihrer großen Temperaturspanne bietet  die BORA Multischublade. Sie ist als MS140 mit 14 Zentimetern Höhe und 20 Litern Garraum sowie als MS290 mit 29 Zentimetern Höhe und 50 Litern Garraum erhältlich. Beide Modelle arbeiten in einem Temperaturbereich von 30 bis 100 °C.

Die Multischublade wärmt Geschirr und Speisen, hält Gerichte auf Temperatur, taut Lebensmittel auf und eignet sich zum Niedertemperaturgaren. Auch Hefeteig, Schokolade oder Joghurt lassen sich darin bei gleichmäßiger Temperatur zubereiten. Das kann gegenüber dem Backofen praktisch sein, weil die Schublade für niedrige und konstante Temperaturen ausgelegt ist.

Beide Varianten besitzen einen beheizten Glasboden und öffnen grifflos per Push2Open. In Verbindung mit dem BORA X BO lässt sich die Multischublade außerdem über das Display des Dampfbackofens bedienen.

Die größere Variante bietet zwar deutlich mehr Platz, braucht dafür aber auch mehr Raum im Hochschrank.

Geöffneter schwarzer BORA X BO Dampfbackofen über einer grifflosen Multischublade mit Holzfront. In der ausgezogenen Schublade stehen mehrere Teller; das Motiv zeigt die platzsparende Integration beider Geräte übereinander.

Die BORA Multischublade kann direkt unter dem X BO eingebaut und mit einer Möbelfront an die Küche angepasst werden. In der ausgezogenen Schublade lassen sich beispielsweise Teller vorwärmen. Foto: BORA

Vakuumierschubladen für Vorbereitung und Sous-vide

Eine Vakuumierschublade lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig vorgekocht, portioniert oder Sous-vide gegart wird. Modelle wie die Miele EVS 7010 oder die Smeg CPV115B3 entziehen geeigneten Beuteln oder Behältern Luft und verschweißen die Beutel anschließend.

Beim Sous-vide-Garen werden Lebensmittel dicht verpackt und bei kontrollierter Temperatur gegart. Flüssigkeit und Aromen bleiben im Beutel. Auch für Meal Prep ist das Vakuumieren praktisch: Vorbereitete Portionen lassen sich platzsparend lagern und einfrieren.

Wichtig ist allerdings, dass Vakuumieren die richtige Lagerung nicht ersetzt. Verderbliche Lebensmittel müssen weiterhin ausreichend gekühlt oder eingefroren werden. Auch geeignete Beutel und die richtige Küchenhygiene sind entscheidend.

Für gelegentliches Vakuumieren reicht meist ein separates Tischgerät. Eine Einbauschublade ist vor allem dann interessant, wenn du sie häufig nutzt und das Gerät nicht jedes Mal aus dem Schrank holen möchtest.

Auch ORANIER führt mit der Wärmeschublade WS 9801 und der Vakuumierschublade VKS 9805 passende Einbaugeräte. Die VKS 9805 besitzt einen Marinier-Booster: Durch wechselnden Druck kann Marinade schneller in das Lebensmittel einziehen. Mehr dazu liest du im Beitrag über die Wärme- und Vakuumierschubladen von ORANIER.

Dampfschubladen: Dampfgaren auf 14 Zentimetern Höhe

Relativ neu auf dem Markt sind Dampfschubladen. Sie benötigen nur etwa 14 Zentimeter Höhe und können je nach Modell Gemüse garen, Speisen regenerieren, Lebensmittel auftauen oder Hefeteig gehen lassen.

Einige Geräte bieten außerdem Programme zum Desinfizieren geeigneter Gegenstände. Ob beispielsweise Babyflaschen oder bestimmtes Zubehör damit behandelt werden dürfen, hängt von den Herstellerangaben und der Hitzebeständigkeit der Materialien ab.

Zu den Geräten gehören die NEFF N90 N19DJ01Y0, die Bosch Serie 8 BDC9111B0 und die Siemens iQ700 BD711C1B0.

Miele hat mit der DS 8010 ebenfalls eine Dampfgarschublade vorgestellt. Ursprünglich war die europäische Markteinführung für Ende 2026 angekündigt. Nach neueren Herstellerangaben ist sie in Deutschland voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 verfügbar, in Österreich ist der Marktstart für März 2027 geplant.

Für kleine Küchen ist das Konzept interessant, weil sich eine Dampfschublade mit einem 45 Zentimeter hohen Kompaktbackofen zu einer Geräteanordnung für eine 60-Zentimeter-Nische kombinieren lässt. Die konkreten Einbaumaße müssen allerdings zusammenpassen.

Dampfschubladen arbeiten mit Dampf bis 100 °C. Wer mit höheren Temperaturen oder Dampf und Heißluft gleichzeitig garen möchte, braucht weiterhin einen entsprechend ausgestatteten Dampfbackofen.

Wann lohnt sich eine Wärmeschublade wirklich?

Eine Wärmeschublade ist besonders praktisch, wenn beim Kochen nicht alles gleichzeitig fertig wird. Das kennst du wahrscheinlich, wenn du für viele Gäste kochst oder die ganze Familie unterschiedlich zu Mittag isst.

Vorgewärmte Teller sorgen außerdem dafür, dass kleine Portionen, Saucen oder empfindliche Gerichte am Tisch nicht so schnell auskühlen.

Für das normale Familienessen reicht häufig die Warmhaltefunktion des Backofens. Wenn du nur wenige Male im Jahr Gäste hast, solltest du dir deshalb überlegen, wie oft du die zusätzliche Schublade wirklich verwenden würdest.

Welche Wärmeschublade passt zu deinen Kochgewohnheiten?

Nicht jede Wärmeschublade muss möglichst viele Funktionen haben. Entscheidend ist, wofür du sie tatsächlich verwenden möchtest.

Anforderungen & Kriterien für Wärmeschubladen

Wenn du …Dann achte besonders auf …
hauptsächlich Geschirr vorwärmsteinfache Temperaturregelung und ausreichende Kapazität
regelmäßig für Gäste kochstPlatz für Teller, Schüsseln und größere Mengen
Fleisch bei niedriger Temperatur garen möchtestgeeigneten Temperaturbereich, genaue Regelung und Timer
gerne Hefeteig zubereitestniedrige, möglichst konstant einstellbare Temperaturen
nur wenig Platz hastniedrige Bauhöhe und passende Einbaumaße
bereits einen Dampfbackofen besitztmögliche Überschneidungen der Funktionen
nur eine einheitliche Gerätefront möchtestMöbelschublade oder feste Blende


Quelle: Küchenfinder Redaktion • Experten-Check

Auch die Kapazität spielt eine Rolle. Prüfe deshalb die maximale Kapazität an Belastung des konkreten Geräts und vergleiche sie mit deinem Geschirr. Wenn du regelmäßig für mehrere Personen kochst und auch Schüsseln oder größere Platten warmhalten möchtest, kann eine hohe Ausführung praktischer sein.

Welche Temperaturen erreicht eine Wärmeschublade?

Das hängt vom jeweiligen Modell ab. Die Miele Gourmet-Wärmeschublade ESW 7010 arbeitet beispielsweise mit Temperaturen zwischen 40 und 85 °C. Die BORA Multischublade bietet einen größeren Einstellbereich von 30 bis 100 °C.

Für das Vorwärmen von Geschirr, das Warmhalten von Speisen oder das Niedertemperaturgaren sind unterschiedliche Temperaturen sinnvoll. Nicht jedes Modell eignet sich aber für alle Anwendungen.

Vor dem Kauf solltest du deshalb am besten darauf achten, welche Temperaturen sich einstellen lassen und welche Funktionen der Hersteller ausdrücklich vorsieht.

Was kosten Wärme-, Vakuumier- und Dampfschubladen?

Die Preisunterschiede zwischen den Gerätekategorien sind groß. Einfache Wärmeschubladen mit 14 Zentimetern Höhe kosten im November 2026 im Handel ab etwa 300 Euro erhältlich. Modelle mit größerem Funktionsumfang, App-Steuerung oder passender Premium-Gerätefront liegen häufig zwischen rund 800 und 1.200 Euro.

Die Miele ESW 7010 kostete je nach Farbe und Ausführung beispielsweise etwa 1.100 bis 1.200 Euro.

Vakuumierschubladen sind deutlich teurer. Die Miele EVS 7010 liegt zum selben Zeitpunkt je nach Ausführung bei rund 2.800 bis 2.900 Euro, die Smeg CPV115B3 bei 2.999 Euro. Dampfschubladen werden je nach Hersteller und Ausstattung ebenfalls im vierstelligen Preisbereich angeboten.

Die Preise sind eine Momentaufnahme und können sich durch Aktionen, Gerätepakete und die Kalkulation des Küchenstudios deutlich verändern.

Lass dir die Planung deshalb einmal mit und einmal ohne Schublade kalkulieren. So siehst du nicht nur den Preis des Geräts, sondern auch, wie sich die Entscheidung auf den Hochschrank und die übrige Küchenplanung auswirkt.

Wärmeschublade nur für die Optik? Diese Alternativen gibt es

Manchmal landet die Wärmeschublade nicht wegen ihrer Funktionen in der Planung, sondern als Höhenausgleich. Steht ein 45 Zentimeter hoher Dampfgarer oder Kompaktbackofen neben einem 60 Zentimeter hohen Backofen, fehlen rund 15 Zentimeter für eine einheitliche Gerätefront. Eine Wärmeschublade kann diese Lücke schließen, ist aber oft die teuerste Lösung.

Wenn du die Heizfunktion nicht brauchst, kommen mehrere Alternativen infrage. Einige Gerätehersteller bieten Zubehörschubladen oder passende Blenden ohne Heizfunktion an. Die Verfügbarkeit hängt jedoch von der jeweiligen Geräteserie ab.

Meist günstiger ist eine normale Möbelschublade mit einer auf die Geräte abgestimmten Front. Auch eine feste Blende kann sinnvoll sein. Bleibt dahinter eine passende Standardnische erhalten, lässt sich eine Wärmeschublade später unter Umständen nachrüsten.

Eine weitere Möglichkeit ist eine symmetrische Geräteplanung. Zwei gleich hohe Kompaktgeräte benötigen keinen zusätzlichen Höhenausgleich. Ob das sinnvoll ist, hängt natürlich davon ab, welche Geräte du überhaupt brauchst.

Auch in unserer Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung” wird die Lösung mit einer Möbelschublade oder Blende empfohlen. Gruppenmitglied Stefanie schreibt dazu:

“Lass den Planer einen Schubkasten oder eine feste Blende in Schwarz einplanen. Dann hast du den Maßausgleich und könntest die Wärmeschublade auch noch nachrüsten.”

Stefanie, Mitglied der Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung”

Achte dabei unbedingt auf die Farbe. Schwarzes Glas kann je nach Hersteller wärmer, kühler oder stärker spiegelnd wirken. Am besten lässt du dir ein Muster der geplanten Möbelfront zeigen und vergleichst es im Küchenstudio direkt mit dem Gerät.

Wärmeschublade im Alltag: Das sagt die Community

In der Küchenfinder Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung” wird immer wieder über Wärmeschubladen diskutiert. Manche Mitglieder möchten ihre Schublade nicht mehr missen, andere haben sie seit Jahren kaum verwendet. Wir haben für dich einige Erfahrungen gesammelt.

Anna nutzt ihre Schublade seit Jahren täglich:

“Ich habe seit 10 Jahren eine kleine Wärmeschublade und möchte sie nicht missen. Wir nutzen sie täglich. Für Tassen und Teller.”

Anna, Mitglied der Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung”

Andere Gruppenmitglieder nutzen die Schublade, wenn Kinder zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen oder Schnitzel, Frikadellen und Beilagen nicht gleichzeitig fertig werden. Manche berichten auch von eher ungewöhnlichen Anwendungen. Ob diese für das jeweilige Gerät geeignet sind, sollte allerdings anhand der Herstellerangaben geprüft werden.

Drea hat dagegen eine ganz andere Erfahrung gemacht:

“Wir haben eine und sie wirklich nie genutzt, seit 8 Jahren nicht. Habe sie mir damals andrehen lassen.”

Drea, Mitglied der Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung”

Auch zwischen Wärme- und Vakuumierschublade gehen die Vorlieben auseinander. Kerstin hat beide Lösungen und würde sich heute klar entscheiden:

“Ich habe eine Wärmeschublade und einen Vakuumierer. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann die Vakuumierschublade, die wird sehr häufig genutzt. Die Wärmeschublade dagegen selten.”

Kerstin, Mitglied der Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung”

Ein Einwand gegen die Vakuumierschublade bleibt der zusätzliche Einsatz von Beuteln. Wer Lebensmittel nicht regelmäßig in Kunststoff verpacken möchte, wird das Gerät vermutlich seltener verwenden.

Als Alternativen nennen Mitglieder der Community unter anderem einen Kombi-Dampfgarer mit Regenerierfunktion, einen zweiten Backofen oder ein separates Vakuumiergerät.

Planung und Ergonomie: Darauf solltest du achten

Wärme-, Vakuumier- und Dampfschubladen solltest du früh in die Küchenplanung einbeziehen. Eine spätere Nachrüstung kann aufwendig werden, wenn die passende Nische oder ein Stromanschluss fehlt.

Eine Vakuumierschublade lässt sich besonders angenehm bedienen, wenn sie ungefähr auf Hüfthöhe sitzt und vollständig ausgezogen werden kann. So kannst du Beutel und Behälter befüllen, ohne dich tief bücken zu müssen.

Wenn du häufig Sous-vide garst, ist es praktisch, wenn Vakuumierschublade und Dampfgarer nah beieinanderliegen. Achte aber vor allem darauf, dass die Geräte, die du am häufigsten verwendest, gut erreichbar sind.

Kann man eine Wärmeschublade nachrüsten?

Grundsätzlich ja. Voraussetzung ist, dass der Hochschrank genügend Platz bietet und die erforderlichen Anschlüsse vorhanden sind.

Besonders bei der Kombination mit einem Backofen oder Dampfgarer muss geprüft werden, ob die Geräte für den gemeinsamen Einbau geeignet sind. Entscheidend sind die genauen Einbaumaße und Montagevorgaben der Hersteller.

Eine niedrige Wärmeschublade lässt sich häufig mit einem 45 Zentimeter hohen Kompaktbackofen kombinieren. So entsteht eine Geräteanordnung, die optisch zu einem 60-Zentimeter-Backofen passt. Ob die Kombination tatsächlich möglich ist, hängt von den Einbaumaßen und Montagevorgaben ab.

Fehlt eine passende Nische, können Umbauten am Küchenschrank notwendig werden. Auch Stromanschlüsse und Kabelführung müssen vor der Bestellung geklärt sein.

Moderne Küche mit schwarzer geriffelter Hochschrankwand, drei nebeneinander eingebauten Miele Geräten und einer Kochinsel. Die einheitlichen Glasfronten zeigen, wie wichtig eine abgestimmte Geräte- und Frontplanung für eine ruhige Linienführung ist.

Bei mehreren Einbaugeräten nebeneinander entscheiden einheitliche Glasfarben, Rahmen und exakt ausgerichtete Bedienblenden über ein ruhiges Gesamtbild. Foto: Miele

Mehr Funktionen oder lieber mehr Stauraum?

Nicht jede Küche profitiert von einer zusätzlichen elektrischen Schublade. Wer nur gelegentlich vakuumiert, ist mit einem separaten Vakuumierer meist günstiger und flexibler. Und wer selten Gäste bewirtet, nutzt den Platz womöglich besser für Bleche, Geschirr oder Vorräte.

Gerade in kleinen Küchen sollte jeder Zentimeter sinnvoll genutzt werden. Ein zusätzlicher Auszug für Vorräte, Kochgeschirr oder Küchenhelfer kann im Alltag praktischer sein als ein Gerät, das nur wenige Male im Jahr zum Einsatz kommt.

Überlege deshalb vor der Küchenplanung, welche Funktionen du wirklich brauchst und worauf du dafür verzichten würdest.

Fazit: Küchenheld oder teures Extra?

Eine Wärmeschublade kann den Küchenalltag erleichtern, gehört aber nicht zur Grundausstattung. Überlege dir deshalb vor dem Kauf, wann und wofür du sie tatsächlich verwenden würdest. Wenn du regelmäßig für mehrere Personen kochst oder gerne mit niedrigen Temperaturen arbeitest, kann sich die Anschaffung lohnen. Für gelegentliches Warmhalten reicht dagegen oft der Backofen.

Und wenn es dir hauptsächlich um eine einheitliche Gerätefront geht? Dann lass dir unbedingt auch eine Möbelschublade oder Blende anbieten. Vielleicht ist der Platz für zusätzlichen Stauraum besser genutzt.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Würdest du für eine Wärme- oder Vakuumierschublade Stauraum und Budget einplanen? In unserer Facebook-Gruppe “Geniale Küchenplanung” kannst du dich mit anderen Küchenkäufer:innen austauschen.

Noch mehr Alltagserfahrungen und Planungstipps hörst du in Folge #39 “Wärmeschublade oder Vakuumierschublade: Luxus-Gimmick oder Küchenheld?” des Küchenfinder Podcasts “Geniale Küchenplanung”

Die wichtigsten Fragen zu Wärme- und Vakuumierschubladen kurz beantwortet

Lohnt sich eine Wärmeschublade?

Eine Wärmeschublade lohnt sich vor allem, wenn du häufig mehrere Gänge kochst, Essen für Nachzügler warmhalten oder Geschirr vorwärmen möchtest. Für gelegentliche Anwendungen reicht häufig die Warmhaltefunktion des Backofens.

Was kann eine Wärmeschublade außer Teller wärmen?

Je nach Modell kann sie Speisen warmhalten, Lebensmittel auftauen, bei niedriger Temperatur garen, Hefeteig gehen lassen, Schokolade schmelzen oder Joghurt zubereiten. Der genaue Funktionsumfang unterscheidet sich von Gerät zu Gerät.

Was ist besser: Wärmeschublade oder Backofen mit Warmhaltefunktion?

Für gelegentliches Warmhalten reicht meist der Backofen. Eine Wärmeschublade ist vor allem dann praktisch, wenn der Backofen gleichzeitig zum Kochen benötigt wird oder Geschirr regelmäßig vorgewärmt werden soll.

Welche Wärmeschublade ist die beste?

Das hängt davon ab, wofür du sie verwenden möchtest. Wer hauptsächlich Geschirr vorwärmt, braucht meist kein besonders aufwendiges Modell. Für das Niedertemperaturgaren sind dagegen eine geeignete Temperaturregelung und zusätzliche Funktionen wichtig. Vergleiche deshalb Bauhöhe, Kapazität, Temperaturbereich und Preis.

Wie viele Teller passen in eine Wärmeschublade?

Das hängt von Bauhöhe, Innenraum und Tellergröße ab. Niedrige Modelle bieten weniger Platz als hohe Ausführungen. Prüfe deshalb die konkreten Beladungsangaben des Herstellers und berücksichtige die Größe deines Geschirrs.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmeschublade?

Der tatsächliche Stromverbrauch hängt von der Temperatur, der Beladung und der Betriebsdauer ab. Die Anschlussleistung allein sagt noch nicht aus, wie viele Kilowattstunden bei einer Anwendung verbraucht werden. Ob eine Wärmeschublade sparsamer arbeitet als die Warmhaltefunktion eines Backofens, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten.

Was kostet eine Wärmeschublade?

Einfache Modelle waren im November 2026 ab etwa 300 Euro erhältlich. Je nach Marke, Bauhöhe und Funktionsumfang können Wärmeschubladen aber auch 800 bis 1.200 Euro oder mehr kosten. Entscheidend ist der Preis im vollständigen Küchenangebot, weil sich das Gerät auch auf Schrank und Frontaufteilung auswirkt.

Was ist die günstigste Alternative für den Höhenausgleich?

Meist ist eine normale Möbelschublade mit abgestimmter Front oder eine feste Blende günstiger als eine Wärmeschublade. Einige Gerätehersteller bieten außerdem Zubehörschubladen ohne Heizfunktion an.

Brauche ich für Sous-vide eine Vakuumierschublade?

Nein. Ein separates Vakuumiergerät reicht für die Vorbereitung ebenfalls aus. Eine Einbauschublade bietet vor allem mehr Komfort und eine einheitliche Gerätefront, lohnt sich aber eher bei regelmäßiger Nutzung.

Was muss man beim Vakuumieren beachten?

Verwende geeignete Beutel und achte auf hygienisches Arbeiten. Vakuumieren kann die Haltbarkeit vieler Lebensmittel verlängern, ersetzt aber weder das Kühlen noch das Einfrieren verderblicher Lebensmittel. Für Sous-vide sind außerdem geeignete Gartemperaturen und Garzeiten wichtig.

Wo sollte eine Vakuumierschublade eingebaut werden?

Am angenehmsten ist eine gut erreichbare Position ungefähr auf Hüfthöhe mit Vollauszug. Wird sie für Sous-vide genutzt, sollte sie möglichst nah am Dampfgarer oder an der Arbeitsfläche liegen. Die konkrete Anordnung richtet sich nach der Nutzung und der ergonomisch passenden Bedienhöhe.

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Olivia

Olivia ist Küchenfinder Redakteurin der ersten Stunde und hat ein Auge für die neuesten Einrichtungstrends, Geräte und Materialien. Auch Zuhause verbringt sie viel Zeit in der Küche. Kochen bedeutet für sie Entspannung, Genuss und Lebensfreude.