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Wassersprudler Küche nachrüsten: Sprudelwasser aus dem Wasserhahn in bestehenden Küchen

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Viele Küchen sind bis ins Detail geplant, funktionieren gut und sollen eigentlich nicht mehr verändert werden. Und trotzdem stört im Alltag oft eine Sache: Getränkekisten. Wer regelmäßig Sprudel trinkt, schleppt Woche für Woche Wasser nach Hause. Pfandflaschen sammeln sich, Plastik nimmt Platz weg. Ein Wassersprudler für die Küche wirkt deshalb für viele wie ein logisches Upgrade.

Die gute Nachricht: Einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten funktioniert meist ohne großen Umbau. In vielen Küchen reicht Platz im Spülenschrank und eine Steckdose. Küchenfinder zeigt, welche Möglichkeiten es gibt und worauf du realistisch achten solltest.

Warum viele ihre Küche mit einem Wassersprudler nachrüsten

Der Wunsch nach Sprudelwasser aus dem Wasserhahn entsteht selten aus Designgründen. Es geht um Alltag. Um Bequemlichkeit. Um weniger Schleppen. Haushalte, die täglich mehrere Liter Sprudel trinken, merken schnell, wie viel Aufwand hinter Kistenkauf, Transport und Leergutrückgabe steckt. Ein fest eingebauter Wassersprudler verspricht hier eine dauerhafte Lösung. Leitungswasser wird direkt in der Küche mit Kohlensäure versetzt. Kein Vorratskauf, kein Lagern, kein Engpass am Wochenende. Gerade bei Küchen, die optisch noch modern sind, aber funktional weiterentwickelt werden sollen, ist das Nachrüsten eine der häufigsten Überlegungen.

Welche Möglichkeiten gibt es, einen Wassersprudler in der Küche nachzurüsten?

Wer einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten möchte, hat grundsätzlich zwei Wege. Beide funktionieren in bestehenden Küchen, ohne dass Fronten oder Arbeitsplatten komplett erneuert werden müssen.

Variante 1: Wassersprudler im Spülenschrank mit Zusatzhahn

Die klassische Lösung ist ein Wassersprudler im Spülenschrank. Das Gerät wird an den Kaltwasseranschluss angeschlossen und versetzt das Leitungswasser mit Kohlensäure. Das fertige Sprudelwasser läuft über einen kleinen zusätzlichen Hahn an der Spüle. Der vorhandene Wasserhahn bleibt bestehen. Sprudelwasser und normales Leitungswasser sind klar getrennt. Diese Variante eignet sich besonders, wenn die bestehende Armatur erhalten bleiben soll oder wenn du eine einfache, technisch saubere Lösung suchst.

Viele Systeme kombinieren zusätzlich Filtertechnik und Kühlung. So lassen sich stilles, gekühltes und sprudelndes Wasser direkt an der Spüle zapfen.

Variante 2: Wasserhahn mit Sprudel als Komplettlösung

Alternativ wird die alte Armatur gegen einen Wasserhahn mit Sprudel getauscht. Solche Modelle sind oft als 3 in 1 oder 4 in 1 Wasserhahn bekannt.

Sie liefern Leitungswasser, gefiltertes Wasser und Sprudel aus einem Auslauf. Technisch arbeitet auch hier ein Gerät im Spülenschrank. Sichtbar ist jedoch nur eine Armatur. Für viele wirkt das aufgeräumter, weil kein zweiter Hahn auf der Arbeitsfläche sitzt.

Systeme wie LivingTap von Living Water kombinieren Armatur und Untertischgerät. Auch im Baumarkt finden sich inzwischen Lösungen, die ausdrücklich für das Nachrüsten in bestehenden Küchen gedacht sind.

LivingTap Pro von Living Water: Premium-Armatur mit Filter und Sprudel

LivingTap Pro von Living Water: Premium-Armatur mit Filter und Sprudel. Foto: Living Water

Detailaufnahme der KEO SØDA Armatur mit separatem Hebel für Sprudelwasser

Typisch für Sprudelarmaturen ist der zusätzliche Bedienhebel für aufbereitetes Wasser. Foto: Keo Soda

Wie viel Platz braucht ein Wassersprudler unter der Spüle?

Eine der häufigsten Fragen beim Thema Wassersprudler Küche nachrüsten betrifft den Platzbedarf. Passt das Gerät überhaupt unter die Spüle. Ein fest eingebauter Wassersprudler steht im Spülenschrank. Zusätzlich zum Gerät braucht es Raum für eine CO2-Flasche und meist für einen Filter.

In einem typischen 60er-Spülenschrank ist das möglich, wenn Siphon und Mülltrennung entsprechend organisiert sind. Flache Geräte sind speziell für diese Einbausituation konzipiert. Größere Anlagen mit hoher Zapfleistung benötigen mehr Raum und eignen sich eher für großzügige Unterschränke oder angrenzende Hauswirtschaftsräume.

Wichtig ist auch die Stromversorgung. Viele Systeme kühlen das Wasser oder arbeiten mit elektrischen Komponenten. Fehlt die Steckdose im Spülenschrank, muss sie fachgerecht nachgerüstet werden.

Kosten, Wartung und CO2: Was im Alltag wirklich anfällt

Ein Wassersprudler in der Küche spart Kisten und reduziert Plastikmüll. Ganz ohne laufende Kosten funktioniert er allerdings nicht. CO2-Flaschen müssen regelmäßig getauscht oder befüllt werden. Wie häufig das nötig ist, hängt vom Verbrauch ab. Haushalte mit hohem Sprudelbedarf wechseln entsprechend öfter.

Auch Filterkartuschen haben feste Wechselintervalle, um Wasserqualität und Geräteschutz zu gewährleisten. Manche Systeme nutzen gängige CO2-Zylinder, andere größere Flaschen mit längerer Laufzeit. Letztere brauchen mehr Platz im Spülenschrank. Wer einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten möchte, sollte daher nicht nur die Anschaffung betrachten, sondern auch Wartung und Folgekosten realistisch einplanen.

Für wen lohnt sich ein fest eingebauter Wassersprudler?

Ob sich ein Wassersprudler lohnt, hängt stark vom Alltag ab. Für Familien oder Haushalte mit hohem Sprudelverbrauch ist die Lösung oft eine spürbare Erleichterung. Sprudelwasser aus dem Wasserhahn steht jederzeit bereit. Kisten entfallen weitgehend, spontane Engpässe ebenso.

Wer dagegen nur gelegentlich Sprudel trinkt oder unter der Spüle kaum Stauraum frei hat, sollte genau prüfen, ob der Platzverlust gerechtfertigt ist. Auch Kombisysteme mit zusätzlicher Heißwasserfunktion erhöhen Komfort und Investition gleichermaßen. Hier zählt die ehrliche Einschätzung der eigenen Gewohnheiten.

Anbieter für Wassersprudler in bestehenden Küchen

Für das Nachrüsten haben sich mehrere Anbieter etabliert, die ihre Systeme gezielt für Bestandsküchen konzipieren. Sprudelux bietet kompakte Wassersprudler für den Einbau im Spülenschrank, die sich gut in klassische 60er-Unterschränke integrieren lassen. BieTal und ähnliche Hersteller setzen auf leistungsstärkere Anlagen mit hoher Zapfmenge.

Sprudelux: Wassersprudler für die Küche nachrüsten

Sprudelux: Wassersprudler für die Küche nachrüsten

Sprudelux INOX ULTRA FLAT Wassersprudler flach im Sockelbereich einer modernen Küche integriert

INOX ULTRA FLAT: Besonders flache Bauweise für Küchen mit begrenztem Stauraum unter der Spüle.

Diese Lösungen eignen sich vor allem für größere Haushalte oder Wohnküchen mit regelmäßigem Besuch. Living Water kombiniert bei LivingTap Armatur und Untertischtechnik in einem System und richtet sich an alle, die einen reduzierten Wasserhahn mit Sprudel suchen. HappyFilter legt den Schwerpunkt auf Filtertechnik, Kalkschutz und Sprudelfunktion für bestehende Installationen.

HappyFilter FizzRed Armatur mit Sprudelwasser

HappyFilter FizzRed Armatur mit Sprudelwasser. Foto: HappyFilter

Küchenfinder beobachtet seit einigen Jahren, dass das Thema Wassersprudler Küche nachrüsten zunehmend als echte Modernisierungsmaßnahme verstanden wird. Nicht als Spielerei, sondern als funktionales Upgrade für bestehende Küchen.

Fazit: Wassersprudler Küche nachrüsten ohne Komplettumbau

Einen Wassersprudler in der Küche nachrüsten ist in vielen Fällen unkomplizierter als erwartet. Entscheidend sind ausreichend Platz im Spülenschrank, eine Steckdose und ein realistischer Blick auf den eigenen Sprudelverbrauch.

Wer regelmäßig Sprudelwasser trinkt und Kistenschleppen dauerhaft reduzieren möchte, kann mit einem fest eingebauten Wassersprudler spürbar Komfort gewinnen. Die Technik bleibt im Hintergrund, der Alltag wird einfacher.

Küchenfinder hilft dir dabei, die passende Lösung für deine bestehende Küche einzuordnen und zwischen Zusatzhahn, Wasserhahn mit Sprudel und kompaktem Wassersprudler im Spülenschrank sinnvoll zu unterscheiden.

 

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Olivia

Olivia ist Küchenfinder Redakteurin der ersten Stunde und hat ein Auge für die neuesten Einrichtungstrends, Geräte und Materialien. Auch Zuhause verbringt sie viel Zeit in der Küche. Kochen bedeutet für sie Entspannung, Genuss und Lebensfreude.