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Küche richtig ausmessen: Checkliste für das Küchen Aufmaß

Ein ungenaues Aufmaß kann schnell zum Alptraum für jeden, der eine neue Küche kauft, werden: Die Schränke passen nicht, die Elektrogeräte sind nicht flächenbündig, die Schranktür geht in die falsche Richtung auf, die Arbeitsplatten sind zu hoch oder zu niedrig und die Anschlüsse sind aufgrund einer schlechten Raumplanung unzugänglich. Was nach Pfusch am Bau klingt, kann schnell passieren: Nämlich dann, wenn ungenau vermessen wird. Wenn die Messung des Küchenraums selbst durchgeführt wird, muss das akribisch und präzise erfolgen. Wir geben dir Tipps für das richtige Küchen Aufmaß und präsentieren dir eine Checkliste als Anleitung. 

Küche richtig vermessen: Worauf muss ich achten?

Ein genaues Küchenaufmaß ist das A und O der Küchenplanung. Selbst kleinste Fehler oder Ungenauigkeiten beim Messen können dazu führen, dass am Ende das Gesamtergebnis nicht in den Raum passt. Deshalb gilt: Immer zwei mal messen. Auch wenn die Planung der Küche anhand eines vorgefertigten Grundrisses erfolgt, raten wir dir immer lieber selbst nochmal Maß anzulegen und die Werte zu überprüfen. Wenn es um das Ausmessen des Küchenraumes geht, ist höchste Sorgfalt Pflicht – jeder Millimeter zählt. Deshalb raten wir dir hier zum Vier-Augen-Prinzip: Frag einen Freund oder deinen Partner, um beim Messen zu helfen – das spart Zeit und ist präziser. So gehst du sicher, dass beispielsweise schiefe Wände oder Unebenen im Boden erkannt und bei der Planung berücksichtigt werden können.  

Küchenaufmaß: Was muss vermessen werden? 

Ein maßstabgetreuer Grundriss ist nur der Ausgangspunkt beim Küchenaufmaß. Auch Fenster, Türen, Heizkörper, Steckdosen sowie Strom- und Wasseranschlüsse sollten in der Skizze deiner Küche genau aufgezeichnet werden. Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf Wandvorsprünge, Unebenheiten oder schräge Wände gelegt werden. Auch der Abstand vom Boden zur Decke variiert gerne um ein paar Millimeter oder sogar Zentimeter.

Was muss vermessen werden? 

  • Raummaße
  • Raumwinkel
  • Position der Fenster und Höhe der Fensterbretter
  • Türen
  • Dachschrägen
  • Wandvorsprünge
  • Anschlüsse für Strom, Wasser und eventuell Gas
  • Lage und Größe der Heizungen
  • Mögliche oder bereits vorhandene Beleuchtung
  • Anschlussmöglichkeit und evtl. Abluftöffnung für Ablufthaube

Checkliste: Küche richtig ausmessen

1. Grundriss erstellen

Der gesamte Raum muss exakt vermessen werden. Boden und Wände sollten in Länge, Breite und Höhe gemessen werden. Außerdem müssen die Abmessungen der Decke bestimmt und die Installation der Deckenleuchten berücksichtigt werden. Wenn Nischen und Dachneigungen vorhanden sind, dürfen diese nicht vergessen werden.

Achtung: Kontrolliere alle Maße an mehreren Stellen – miss die Raumhöhe zum Beispiel an mehreren Stellen, denn oft gibt es ordentliche Schwankungen bei den Abständen.

2. Fenster und Türen

Fenstersturz, Fensterbank, Höhe, Breite und Länge der Fenster. Türrahmen, Türsturz, Höhe, Breite und Länge der Türen. All diese Angaben sollten im Grundriss erfasst werden.

3. Anschlüsse für Strom, Licht und eventuell Gas 

Vergiss nicht, die Position der Steckdosen, Lichtschalter, Herdanschlüsse, Wasseranschlüsse, Ventile und Heizkörper zu messen und aufzuzeichnen. Das verhindert, dass Elektrogeräte falsch eingeplant werden und am Ende gar nicht angeschlossen werden können. Falls für den Dunstabzug mit Abluftführung ein Wandkasten beziehungsweise eine Öffnung vorhanden ist, sollte diese ebenfalls vermessen und notiert werden.

4. Materialien

Bleibt der vorhandene Boden im Raum, können die Abmessungen aus dem Grundriss übernommen werden. Wenn ein neuer Boden hinzugefügt wird, sollte die Höhe und Dicke des neuen Bodens angegeben werden. Außerdem solltest du angeben, aus welchem Material die Wände und die Decke bestehen, um später keine Schränke an einer schwachen Wand (z.B. Rigips) anzubringen, die unter der Last zusammenbrechen würde. Handelt es sich bei der Decke um eine Hohldecke und sind Abhängevorrichtungen vorgesehen, sollte entweder die Decke erneuert oder die Küchenplanung geändert werden.

5. Lieferung

Du musst dich zwangsläufig auch um die Lieferung kümmern. Deshalb mach dir besser früh als spät Gedanken darüber: Gibt es einen Aufzug oder eine Treppe? Wie groß sind die Türen und passen die einzelnen Küchenteile durch die Türen? Es wäre ärgerlich, wenn die Küchenplanung am Ende versagt, weil die Küche nicht in deine Wohnung passt und man sich überlegen muss, ob die Küche im Flur oder draußen im Garten montiert werden soll.

Küche im Neubau oder Rohbau ausmessen? 

Eine wichtige Frage, die im Zuge des Küchevermessens aufkommt ist, soll ich meine Küche im Rohbau ausmessen oder im fertigen Neubau? Die Frage ist ganz einfach: Bei einem Neubau sollte man das Aufmaß keinesfalls im Rohbau nehmen. Da es den tatsächlichen Ist-Zustand eines Raumes wiedergibt, ist es besser, wenn Estrich und Bodenbelag bereits verlegt und die Wände gestrichen oder tapeziert sind. Nur dann lassen sich allfällige Unebenheiten, Schrägen etc. erkennen. 

Hilfsmittel: Küche mittels Laser vermessen

Es gibt verschiedene Arten, wie du deine Küche ausmessen kannst.  Du kannst die Küche ganz einfach mit einem konventionellen Maßband (mindestens 5 Meter) abmessen oder auf einen professionellen Laser setzen. Mit einem Laser-Messgerät  lassen sich Abstände millimetergenau abmessen. Das ist vor allem für Räume mit Dachschrägen, Niveauunterschieden und Verwinkelungen wichtig und praktisch. Sogenannte Laser-Messgeräte kannst du entweder kaufen oder teilweise bei Küchenplanern oder Baumärkten ausleihen. Informiere dich am besten über die Möglichkeiten in deiner Region. Wenn du die Möglichkeit hast, mit einem 3D-Lasergerät deine Küche auszumessen, raten wir auf jeden Fall dazu. 

Küche vom Fachmann ausmessen lassen 

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir dir die Küche vom Fachmann ausmessen zu lassen. Der Profi weiß genau, worauf es beim Aufmaß ankommt und welche Tricks es gibt, um selbst kleinste Unregelmäßigkeiten im Küchenplan festzuhalten. Er kennt die zu beachtenden Mindestabstände beim Einbau von Elektrogeräten und kann bereits während dem Aufmaß an kreativen Lösungen arbeiten. Bei vielen Küchenstudios und Tischlereien ist die Beauftragung eines Fachmanns für das Aufmaß kostenlos. Bei größeren Möbelhausketten, kannst du die Küche gegen einen Aufpreis vom Profi ausmessen lassen – so beispielsweise auch bei IKEA

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