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Wie viel Grad hat kochendes Wasser?

Wie viel Grad hat kochendes Wasser tatsächlich? Wer sich noch an die entsprechende Unterrichtsstunde erinnert, wird mit 100 Grad Celsius antworten. Die Antwort stimmt aber so pauschal nicht. Wir klären auf, wie kühl und wie heiß es bei kochendem Wasser werden kann und warum das für Tee und Kaffee wichtig ist.

Wenig Nützliches aus der Chemie

Wenn Wasser den Aggregatzustand ändert, ist der Siedepunkt erreicht. Das Wasser kocht tatsächlich normalerweise bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius, wenn es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Wird die Herdplatte nicht abgeschaltet, verdunstet das Wasser. Der Elektrokocher schaltet sich automatisch ab, sobald das Wasser 3 Minuten lang sprudelt.

Bei wie viel Grad kocht Wasser auf dem Berg?

Am Strand, auf Höhe des Meeresspiegels, siedet das Wasser bei 100 Grad Celsius (Normaldruck 1,013 bar). Im Gebirge sinkt der Luftdruck, denn mit der Höhe wird die Luft zunehmend dünner. Im Himalaya-Gebirge muss weniger Energie aufgewendet werden, um Wasser zum Kochen zu bringen: Auf dem Berg kocht Wasser bereits bei niedrigerer Temperatur. Der Haken: Um Speisen durchzugaren, muss das Frühstücksei auf dem Mount Everest länger gekocht werden.

Die ideale Wasser Temperatur für köstlichen Kaffee

Kaffee nicht mit kochendem Wasser zubereiten

Kaffee nicht mit kochendem Wasser zubereiten

Frisch gekochtes Wasser hat eine Temperatur von etwa 100 Grad Celsius. Für das beste Kaffeearoma ist das allerdings zu viel, denn der Kaffee verbrüht. Um den guten Kaffeegeschmack nicht wegzubrennen, sollte das Wasser nach dem Kochen noch mindestens eine Minute im Wasserkocher mit geöffnetem Deckel stehen, um dabei auf etwa 80 Grad abzukühlen. Erst dann sollten die gemahlenen Kaffeebohnen mit dem heißen Wasser überbrüht werden. Soviel zur Kaffeewasser-Weisheit für alle, die ihren Kaffee im Sinne der Nachhaltigkeit mit der Hand aufbrühen. Die ideale Wasserhärte für Tee und Kaffee liegt übrigens bei 8 (mittelhartes Wasser II). Noch härter sollte das Wasser nicht sein.

Tee Kochen: Wie viel Grad sollte das Wasser haben?

Tee wird allerdings immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen. Das kochende Wasser tötet Keime auf den Teeblättern ab. Kräutertees können von Natur aus Salmonellen enthalten, was selten ist aber vorkommen kann, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Früchte- und Kräutertees sollten daher nur mit kochendem Wasser zubereitet werden.

Wasser für Tee sollte kochen

Wasser für Tee sollte kochen

Der Tee sollte mindestens drei Minuten ziehen, bevor der Teebeutel oder das Tee-Ei entfernt werden. Die Ziehzeit des Tees ist auch für die Keimtötung förderlich. Schwere Früchtetees ziehen meist noch deutlich länger, mit Ziehzeiten um die 10 Minuten. Mit längeren Ziehzeiten wird der Tee anregender, denn viele seiner Zusatzstoffe brauchen einige Zeit um sich vom Blatt zu lösen.

Eier kochen – Wie heiß muss das Wasser sein?

Die ideale Temperatur für das perfekte Ei

Die ideale Temperatur für das perfekte Ei

Fürs Eier kochen gelten wiederum andere Regeln. Der Eidotter gerinnt eines Hühnereis gerinnt bei einer Temperatur ab ca 65 Grad Celsius, das Eiklar mag es ein wenig heißer und wird erst ab 82 Grad Celsius fest. Um Eier zu kochen sollte das Wasser also immer mindestens 82 Grad heiß sein. Zudem gibt es einige weitere Tipps fürs Eierkochen:

1. Das Wasser kocht schneller, wenn die Hitze nicht entweichen kann. Deshalb am besten einen Topf mit Deckel benutzen. Zudem am besten lauwarmes Wasser zum Erhitzen bringen – das kocht noch schneller.

2. Darauf achten, dass die Eier gut mit Wasser bedeckt sind. Ansonsten ist das Ergebnis ungleichmäßig.

3. Sobald das Wasser kocht, Eier und Salz hinzugeben. Ein wenig scheiden sich die Geister beim Salz im Kochwasser. Wissenschaftlich betrachtet, soll das Salzwasser den Siedepunkt erhöhen, womit es länger braucht um zu kochen. Andererseits erhöht das Salz die Wärmespeicherfähigkeit des Wassers. Auch wird behauptet, das Salz verleiht dem geplatzten Ei mehr Aroma. Tatsächlich nehmen Teigwaren, wie Nudel, das Salz aus dem kochenden Wasser auf. Akzeptiert ist am ehesten die Behauptung, dass das Salzwasser beim Aufplatzen das Ei festigt und so das Loch verschließt. Wird Salz ins kochende Wasser gegeben, wallt es kurz auf. Der Siedepunkt wird erhöht und das Wasser hört kurzzeitig auf zu kochen. Fernsehköche empfehlen gelegentlich, das Salz bereits dem kalten Wasser zuzugeben.

4. Eier mehrere Minuten kochen, dann vorsichtig das heiße Wasser abgießen oder die gekochten Eier mit einem Schaumlöffel entnehmen.

5. Mit kaltem Wasser gründlich abschrecken, damit sich die Eier gut schälen lassen.

 

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Titelbild: Quooker

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