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Darf man keimende Kartoffeln noch essen?

Gekeimte Kartoffeln noch essbar

Wer kennt nicht das Problem? Endlich hat man Zeit und Lust, etwas Schönes zu kochen, stellt aber fest, dass die auf Vorrat gekauften Kartoffeln bereits Keime geschlagen haben. Die erste Frage, die man sich jetzt stellt, lautet: Darf ich gekeimte Kartoffeln überhaupt noch essen?

Keimende Kartoffeln müssen nicht unbedingt in den Müll

Einen Grund zur Sorge gibt es dennoch, denn beim Keimvorgang entsteht Solanin – ein leicht giftiger Stoff, den du nicht konsumieren solltest. Trotzdem gehören gekeimte Kartoffeln nicht sofort entsorgt. Diese Entscheidung hängt von der Größe und Ausbreitung der Sprossen ab. Bei einer Länge unter einem Zentimeter und geringem Befall ist die Solanin-Konzentration zu schwach, um gesundheitlichen Schaden anzurichten. Sofern die Knollen noch fest sind, kannst du in diesem Fall die Sprossen und die grünen Stellen einfach herausschneiden, bevor du die Kartoffeln in den Kochtopf schmeißt.

Unter diesen Bedingungen solltest du die Knollen doch lieber entsorgen:

  • Die Keime sind länger als ein Zentimeter
  • Die Keime sind schon sehr großflächig ausgebreitet
  • Die Kartoffeln sind schrumpelig und weich, die Schale grünlich verfärbt

Tipps für die richtige Lagerung

Kartoffeln am besten in einem Jutesack oder in einer Holzkiste lagern

Kartoffeln am besten in einem Jutesack oder in einer Holzkiste lagern

Richtig gelagert behalten Kartoffeln Wochen und sogar Monate lang ihre guten Eigenschaften und den Geschmack. Sie bleiben fest und keimen nicht.

Wenn du Folgendes beachtest, bleiben dir unangenehme Überraschungen aus der Vorratskammer erspart:

  • Auf die richtige Temperatur achten: optimaler Weise werden Kartoffeln bei unter 15°C, aber über 4°C gelagert. Eine zu warme Lagerung bewirkt, dass die Knollen schnell auskeimen. Werden sie aber zu kühl gelagert, wandelt sich die enthaltene Stärke in Zucker um und die Kartoffeln bekommen einen süßlichen Geschmack.
  • Trocken und dunkel lagern: Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbefall, das Licht die Auskeimung und die grünliche Verfärbung der Knollen.
  • Den richtigen Behälter wählen: Kartoffeln werden im Supermarkt oft im Plastikbeutel angeboten, was die Feuchtigkeits- und Schimmelbildung begünstigt. Deshalb solltest du zu Hause die Knollen z. B. in einen Topf, eine Holzkiste oder einen Jutesack umlegen. Den Boden der Holzkiste kannst du vorher mit Zeitungen auslegen.
  • Direkt neben Kartoffeln solltest du keine Birnen, Äpfel oder Pflaumen lagern. Diese Früchte sondern Ethylen ab, was wiederum die Kartoffeln schnell reifen und sogar verderben lässt.
  • Zwischendurch auf angefaulte bzw. stark ausgekeimte Knollen kontrollieren.
  • Kellerräume und kühle Speisekammern bieten die idealen Bedingungen, um Kartoffeln zu lagern

 

 

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