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Küche selber aufbauen – So geht’s!

Küchenmonteure sind gefragt und haben dementsprechend auch ihren Preis für den Einbau einer Küche. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem passenden Werkzeug kann die Küche auch selbst eingebaut werden. Die Grundlage dafür ist ein korrektes Aufmaß, da selbst kleinste Abweichungen mit größeren und ohne fachkundige Hilfe nicht behebbaren Problemen einhergehen können. Wichtig: Für den Aufbau benötigst du zwei weitere Hände, da es allein spätestens bei der Anbringung der Oberschränke problematisch wird.

Das präzise Aufmaß ist essenziell

Miss lieber drei Mal als nur einmal ist die Devise, wenn es um das Aufmaß in deiner Küche geht. Beachte, dass du vor allem im Altbau sowohl am Fußboden wie am oberen Abschluss der später eingebauten Möbel misst und dich vergewisserst, dass es in der Breite keine Differenzen gibt. Sollte deine Wand oben breiter als unten sein, nimmst du das kleinere Maß und gleichst eventuelle Lücken durch Holz und die darauf liegende Arbeitsplatte aus.

Welches Werkzeug wird für den Küchenaufbau benötigt?

Du brauchst einen Kreuz- und einen Schlitzschraubendreher, einen Hammer, Lappen und Inbusschlüssel. Wobei der notwendige Inbus im Regelfall mit der Küche geliefert wird. Dichtungsbänder und Silikon, Nägel und Schrauben, eine Bohrmaschine und Dübel sowie einen Akkuschrauber solltest du ebenfalls parat haben. Wenn du die Ausschnitte für die Spüle und die Kochplatte selbst vornimmst, ist eine Stichsäge mit der richtigen Sägetiefe wichtig. Anderenfalls kannst du beim richtigen Aufmaß auch eine Arbeitsplatte mit bereits vorgesägten Ausschnitten bestellen und dir so eine Menge Arbeit sparen.

Die richtige Reihenfolge

Beim Küchenaufbau gilt einmal mehr, dass du das Pferd nicht von hinten aufzäumen solltest. Beginne unbedingt in der richtigen Reihenfolge, da die einzelnen Montageschritte aufeinander aufbauen

1. Schränke montieren

Zuerst montierst du alle Schränke und stellst sie der Reihe nach auf. Dabei musst du noch nicht auf eine genau Justierung der Türen und Schubladen achten, da du diese im Endeffekt erst sicher vornimmst, wenn die Schränke an ihrem angestammten Platz stehen und hängen. Nutze den Akkuschrauber, das spart dir Zeit und Kosten. Gehe vorsichtig vor, da ein kleiner Abrutscher zu einem enormen Kratzer auf der Oberfläche der Küchenmöbel führen kann

2. Hängeschränke anbringen

Die Zeichnungen für die Bohrlöcher zur Befestigung der Hängeschränke sind bestenfalls bereits gemacht. Nun bohrst du die Löcher, nachdem du den gewünschten Abstand zwischen Unter- und Oberschrank noch einmal geprüft hast. Drehe die Haken so in die Wand, dass sich die Gegenstücke an den Hängeschränken problemlos darüber führen lassen.

3. Unterschränke positionieren

An den Hängeschränken richtest du die Unterschränke deiner Küche aus. Stelle dich ein Stück weiter weg, um die Symmetrie zu prüfen und herauszufinden, ob die Schränke wirklich korrekt positioniert sind und ob der Abstand dazwischen eine Parallele ergibt. Ehe du zum nächsten Schritt übergehst, prüfst oder sägst du die Aussparungen für die Anschlüsse.

4. Die Küchenarbeitsplatte inklusive Ausschnitten

Die bereits ausgeschnittene Arbeitsplatte legst du korrekt auf die Unterschränke auf. Wenn alles passt, nimmst du die Verschraubung mit den Unterschränken vor und nutzt dafür den Akkuschrauber. Arbeite vorsichtig, da vor allem die Schnittkanten leicht herausbrechen können.

 

5. Der Spülen- und Armatureneinbau

In die dafür vorgesehenen Ausschnitte werden das Spülbecken und anschließend die Armaturen eingesetzt. Schließe nun auch den Siphon an und verbinde ihn mit dem Geschirrspüler. Der Hauptwasseranschluss ist ausgestellt, da der Testlauf später kommt. Nun nimmst du alle Abdichtungen vor und wartest bis zur Dichtigkeitsprüfung etwa zwei bis drei Stunden.

6. Dunstabzugshaube montieren

Zwischenzeitlich bist du nicht untätig, denn die Dunstabzugshaube muss über der Aussparung für den Herd montiert werden. Auch hier prüfst du die Montagehöhe besser mehrmals, damit du dich am Ende nicht regelmäßig daran stößt. Bei Ablufthauben und der entsprechenden Vorrichtung in der Wand wird nach der Montage ein starres Abzugsrohr auf die richtige Länge gesägt und montiert, sowie mit der Abzugsöffnung verbunden. Anschließend erfolgt der Funktionstest, in dem der Stecker in die für den Abzug vorgesehene Steckdose verbracht wird.

7. Herd und Kochfeld anschließen

Der Einbauherd oder frei stehende Herd findet nun seinen bereits geplanten Platz in der Küche. Ehe er vollständig in den Umbau geschoben wird, schließt du ihn entsprechend der Anleitung für den Starkstromanschluss an. Auch die Herdplatte muss nun mit dem eigentlichen Herd verbunden werden. Hier zeigt der Montageplan, in welcher Reihenfolge und Richtung die Stecker auf die dafür vorgesehenen Adapter aufgesetzt werden. Achtung: Bei diesen Arbeiten ist die Hauptsicherung ausgeschaltet

8. Der Einbaukühlschrank

Als letzter Arbeitsschritt findet der Einbaukühlschrank den Weg in den Schrankkorpus. Zu zweit lässt er sich am einfachsten einschieben und anschließend justieren. Für die Verbindung mit der äußeren Schranktür hast du den Kühlschrank mit dem Anschlag an der selben Seite wie den Einbauschrank gewählt. Mit wenigen Schrauben und Fingerspitzengefühl nimmst du die Verbindung vor. Vorher hast du den Stecker in die Steckdose hinter dem Kühlschrank gesteckt und einen Funktionstest durchgeführt.

Fazit: Küche selber aufbauen ist nicht schwer

Eine Küche selbst aufzubauen, klingt zunächst komplizierter als es tatsächlich ist. Der DIY-Küchenaufbau spart Geld und ist mit ein wenig handwerklichem Geschick einfach zu bewältigen. Die Küchenmontage ist nicht schwierig, wenn du der Reihe nach vorgehst und mit handwerklichem Geschick sowie den richtigen Werkzeugen arbeitest.

 

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