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Teppanyaki Kochfeld: Vorteile und Nachteile – Mobile Grillplatte, Aufsatz für Induktionsfeld oder Kochfeld

Teppanyaki oder Teppan Yaki – so wird die Zubereitung von Fleisch, Fisch, Gemüse oder sonstigem Gargut auf einer heißen Stahlplatte genannt. Der Trend kommt aus Japan (“yaki” = “gegrillt” und “teppan” = “Stahlplatte”), die wiederum haben es von den Portugiesen gelernt. Wie dem auch sei – die Teppanyaki-Platte ist eine tolle Möglichkeit, seinen Koch-Horizont zu erweitern. Ganz gleich ob als fixes Kochfeld verbaut, als mobile Grillplatte oder als Erweiterung eines Induktionskochfeldes.

Teppanyaki Kochfeld

Ein Teppanyaki Kochfeld besteht aus einer glatten Stahlplatte (Dicke: ca. 6 mm) mit einer Ablaufrille oder erhöhtem Rand. Darauf kann von Gemüse über Fleisch, Fisch und Rühreier bis zum Kaiserschmarren alles zubereitet werden. Überschüssiges Öl und entstehende Säfte fließen ab und sammeln sich in der Ablaufrinne. Dort können sie mit einem Küchentuch einfach entfernt werden. Ein Einbau-Teppanyaki Kochfeld gibt es in verschiedenen Größen. Je nach Anspruch erhältst du kleine Domino-Felder, ca. 70 cm breite Felder oder, wenn du gern im großen Stil kochst, sogar Felder mit einer Breite von 100 cm.

Ein Teppanyaki Feld hat den großen Vorteil, dass die Temperatur sauber eingestellt werden kann und konstant gehalten wird. Eine Bratpfanne wird zwar auch auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, wenn kaltes Bratgut dazu kommt verändert sich aber oft die Temperatur der Pfanne. Bei der Teppanyaki Platte ist das aufgrund der Trägheit des Materials nicht der Fall. Aus dem selben Grund brennt auf dem Teppanyaki-Kochfeld auch selten etwas an.

Teppanyaki Kochfeld mit Bora Professional Kochfeldabzug; Foto: BORA

Teppanyaki Platte für das Induktionskochfeld

Wer keinen Platz für ein zusätzliches Teppanyaki-Kochfeld hat, aber schon ein Induktionskochfeld besitzt, kann ganz einfach Nachrüsten. Mit einer Teppanyaki Platte aus ferromagnetischem Material, die man ganz einfach auf die Glaskeramik vom Induktionskochfeld legt. Die Teppanyaki Kochplatte kann dann bei Bedarf eingesetzt und dann wieder im Schrank verstaut werden. Allerdings hängt es dann vom Induktionskochfeld ab, wie gut die Temperatur eingestellt werden kann.

Induktionskochfeld mit Teppanyaki Aufsatz von Neff; Foto: Neff

Mobile Teppanyaki Platte und Alternativen für Gasherd und Ceranfeld

Alternativ zum Teppanyaki Kochfeld gibt es auch Teppanyaki Aufsätze für den Gasherd oder das Ceranfeld. Wenn der Teppanyaki Aufsatz nicht ganz gerade aufliegt, können Säfte, Öl und Bratenreste nicht richtig ablaufen. Bei einem Aufsatz auf dem Induktionsherd ist das kein Problem, weil dieser eben auf dem Boden steht. Bei mobilen Teppanyaki Platten kommt es ganz auf die Qualität an – manche Platten im unteren Preisbereich können nicht den gewünschten Grilleffekt leisten. Große Steaks funktionieren darauf meistens nicht, für Garnelen, Huhn oder Gemüse reicht die Leistung aus.

Unterschied Teppanyaki Platte – Grillplatte

Der Unterschied zwischen einer herkömmlichen Grillplatte und einer Teppanyaki Platte ist schnell erklärt. Eine Teppanyaki Platte ist vollkommen glatt, eine Grillplatte hingegen hat eine gerillte Oberfläche.

Kochfeld mit Flächeninduktion und Grillplatte; Foto: Neff

Zubehör für die Teppanyaki Platte

Auf der großen Fläche kannst du viele Dinge gleichzeitig zubereiten. Damit du das Bratgut auch immer unter Kontrolle hast, brauchst du passendes Werkzeug. Meistens werden beim Kauf eines Teppanyaki Feldes gleich zwei passende Spachtel mitgeliefert. Zusätzlich hilfreich ist eine Cloche, eine Haube aus Edelstahl. Damit kannst du Gemüse schmoren oder fertig gebratenes Fleisch auf niedriger Stufe warmhalten.

Reinigung von Teppanyaki Platten

Die Reinigung von Teppanyaki Kochfeldern und Platten ist einfach. Am besten du wartest, bis die Platte etwas abgekühlt ist, gießt ein Glas Wasser auf die noch warme Platte. So kannst du Reste einfach entfernen. Zum Schluss mit einem Papiertuch abwischen – fertig. Die Teppanyaki Aufsätze für Induktionskochfelder sind oft sogar spülmaschinenfest.

Induktionskochfeld mit Kochfeldabzug und Teppanyaki Aufsatz von Bora; Foto: BORA

Vorteile und Nachteile von Teppanyaki Platten

Vorteile

  • Viel Fläche für die Zubereitung von großen Mengen (mehr Platz als in zwei Bratpfannen)
  • Gesunde Zubereitung – durch die ebene Oberfläche fließt überschüssiges Öl ab, geringer Fettbedarf
  • Große Fläche ermöglicht maximales Röstaroma und leichte Handhabung des Grillguts
  • Mit Cloche (Edelstahlhaube) kann auch Gemüse geschmort werden
  • Leichte Reinigung durch glatte Oberfläche
  • Temperatur wird exakt eingestellt und gehalten – verhindert das Anbrennen und schnelle Austrocknen des Bratguts
  • Trägheit der Platte – Konstante Wärme auch bei großen Mengen an Bratgut
  • Vielfältige Möglichkeiten – Gemüse, Fleisch, Fisch, Rühreier, Kaiserschmarren,…
  • Kein zusätzliches Kochgeschirr nötig
  • Unterhaltungswert – eine Teppanyaki-Platte hat schließlich nicht jede/r zu Hause
  • Horizonterweiterung – neues Gerät, neues Essen

Nachteile 

  • Fleischsaft und Öl fließen ab und können nicht für Saucen genutzt werden
  • Viel Dampf und Rauchentwicklung (Dunstabzug!)
  • Lange Aufheizzeit (je nach Größe 8-10 min)
  • Zusätzliche Kosten
  • Platzbedarf (nicht im Falle einer Kombi mit Induktionsfeld)

Tipp:

Beim Braten entwickeln sich viel Dampf und Rauch. Wenn du mit einer Teppanyaki Platte kochst brauchst du unbedingt einen leistungsstarken Kochfeldabzug oder eine Dunstabzugshaube!

Titelbild: Teppanyaki Kochfeld mit Kochfeldabzug von Bora; Foto: BORA

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1Kommentar
  • Michael Breitenfellner 11. Februar 2019

    Wir haben einen Teppanyaki, aber keine Dunstabzugshaube. Braucht man auch nicht unbedingt. Wir haben in unserer Küche sogar Fenster, falls es mal zu viel Dunst gibt. 😉

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