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Darf man Fisch erneut aufwärmen?

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Fisch aufwärmen

In Deutschland werden jedes Jahr pro Person rund 15,5 kg Fisch und Fischereierzeugnisse verzehrt. Fisch kann gebraten, gedünstet oder auch gekocht werden. Hat man früher zu viel zubereitet, wurde Fisch in nahezu allen Fällen einfach weggeschmissen. Da Fisch nicht gerade günstig ist, stellt man sich aber doch oftmals die Frage: Darf man Fisch erneut aufwärmen?

Schnelles Herunterkühlen und die richtige Lagerung sind wichtig

Diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten. Selbstverständlich kann man Fisch am nächsten Tag nochmals aufwärmen. Allerdings müssen dazu einige Dinge eingehalten werden. Das Fischgericht oder der Fisch sollte in der Küche auf Zimmertemperatur gekühlt werden. Die Reste werden dazu in ein Kunststoffgefäß mit Deckel gefüllt. Schnelles herunterkühlen ist dann einfach in einem Wasserbad in der Spüle möglich. Hat der Fisch eine niedrigere Temperatur erreicht, kommt die Box mit Deckel in den Kühlschrank. Der Deckel hat zudem den Vorteil, dass der Innenraum des Kühlschranks nicht nach Fisch riecht.

Reste müssen auf mindestens 70 °C erwärmt werden

Am nächsten Tag können das Fischgericht oder die Fischfilets in einen Topf oder auch in eine feuerfeste Form gegeben werden. Der Fisch muss dann im Ofen oder auf dem Herd mindestens auf eine Temperatur von 70 °C erhitzt werden. Die Temperatur des Gerichts kann einfach mit einem geeigneten Thermometer überprüft werden. Das Aufwärmen des Fischs ist auch in der Mikrowelle möglich. Das Gericht solltest du allerdings in ein mikrowellengeeignetes Behältnis füllen und mit einem Deckel abdecken. Durch das Abdecken wird der Fisch beim Erwärmen in der Mikrowelle nicht trocken.

Fisch und Fischgerichte können sehr schnell schlecht werden

Fisch wurde früher tatsächlich nur am Tag der Zubereitung verzehrt und zu einem späteren Zeitpunkt nicht nochmals erwärmt. Dies hatte aber nichts mit dem Glauben daran zu tun, dass Fisch nicht länger haltbar ist. Es lag eher an den nicht vorhandenen Lager- oder Kühlmöglichkeiten. Das schnelle Verderben ist dem Umstand geschuldet, weil Fisch viel Eiweiß und Wasser enthält. Nicht richtig oder gar nicht gekühlt bilden sich Keime, die sich schon bei Zimmertemperatur rasant vermehren können. Sieht der Fisch am nächsten Tag trotz Kühlung unappetitlich aus oder hat einen komischen Geruch, sollte das Gericht nicht nochmals aufgewärmt werden. Fischvergiftungen machen sich recht schnell bemerkbar. Sie beginnen fast immer mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufproblemen. Auch ein Brennen im Mundbereich ist möglich.

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Olivia

Olivia ist Küchenfinder Redakteurin der ersten Stunde und hat ein Auge für die neuesten Einrichtungstrends, Geräte und Materialien. Auch Zuhause verbringt sie viel Zeit in der Küche. Kochen bedeutet für sie Entspannung, Genuss und Lebensfreude.

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